back to the roots - der pepelinchen Blog

In meinem Instagram-Post zu Jahresbeginn 2026 schrieb ich: „Ein neues Jahr ist wie ein leeres Blatt. Du kannst es ganz nach deinen Wünschen füllen“. Und genauso fühlt sich auch dieser Blog hier an.

Ein leeres Blatt. Kein Zwang, keine Zeichenbegrenzung, kein „Das funktioniert besser“. Nur Raum. Für Gedanken. Für Geschichten. Für das, was gesagt werden möchte. Alles ist möglich, nichts Muss. Und es passt perfekt zu meinem neuen Lebensabschnitt. Dieser hat nicht nur etwas mit der großen runden Zahl 50 zu tun, auf die ich zusteuere. Sondern auch mit der großen persönlichen Veränderung im letzten Jahr, die so vieles mit sich zieht.

Zurück zu dem, womit alles begann

2007 begann alles mit einem Blog – der pepelinchen Blog gestartet bei blogspot. Damals war das Schreiben mein Ort, um meine Nähwerke zu zeigen, Gedanken festzuhalten, über Reisen, Bücher, Kinder und das Leben zu schreiben. Über all das, was mich ausgemacht hat – und immer noch ausmacht. Es war Inspiration und zunächst einmal absolut nur Hobby, - ganz ohne weitere Absicht.

Mit den Jahren kam vieles dazu. Social Media. Shop. Projekte. Möglichkeiten.
Vieles davon war gut. Vieles erfolgreich. Und doch ging dabei etwas verloren: die Tiefe. Die Zeit. Die Worte dazwischen. Und leider auch der Blog.

Dieser Blog ist meine Rückkehr genau dorthin. Nicht aus Nostalgie – sondern aus Überzeugung.

2026 – weniger, aber bewusster

Ich habe mich bislang nie besonders mit dem chinesischen Kalender befasst. Zwischen Weihnachten und Neujahr las ich dann zufällig darüber, dass 2025 das Jahr der Schlage war, was soviel wie innere Klärung, sich sortieren, häuten und verändern zu tun hat. Je weiter und tiefer ich forschte, um so mehr sah ich die Parallelen zu dem, was ich 2025 erlebt habe! Auch ich hatte viel Altes abgelegt, da ich intuitiv spürte, dass es so nicht weitergehen kann.
Und es kam noch besser: 2026 steht im chinesischen Kalender im Zeichen des Pferdes - einem Symbol für Freiheit, Kraft und Eigenständigkeit. Nicht für blinden Aktionismus, sondern für Bewegung aus innerer Überzeugung. Für das Vertrauen in den eigenen Rhythmus. Und für den Mut, den eigenen Weg zu gehen – auch dann, wenn er nicht dem Tempo der anderen entspricht.

So wurde mir mein größtes Ziel bewusst, unter dem ich alles andere stellen möchte: mehr Qualität statt Quantität.
Mehr von dem, was sich richtig anfühlt. Weniger von dem, was nur laut ist. Mehr Entscheidung. Weniger Reaktion. Qualität zeigt sich für mich nicht in Zahlen. Sondern in Momenten. In Gesprächen. In Zeit, die nicht gehetzt ist. In Dingen, die bleiben dürfen.

Eine Bucket List – aber anders


Ich habe mir für dieses Jahr eine Art Bucket-List geschrieben. Dinge, die ich bewusst erleben möchte, weil ich weiß, dass sie mir gut tun! Diese Liste ist nicht rein statisch gesehen. Sie darf sich verändern. Und es gibt keinen konkreten Zeitplan, nur eine Idee, - denn Müssen, Vergleichen & Perfektsein sind Dinge, die ich nicht will!

Wieder mehr lesen – einfach des Lesens willen. Lesen war schon immer ein Hobby, das ich geliebt habe. Und doch ist es in den letzten Jahren – oft ganz leise – auf der Strecke geblieben. Zu wenig Zeit, zu viele andere Dinge, die angeblich wichtiger waren.

Dabei liebe ich es, mich in Geschichten zu verlieren. Romane zu lesen, ohne Ziel, ohne Zweck, ohne Nutzenversprechen. Zeit zu vergessen, Seiten umzublättern und ganz in eine andere Welt einzutauchen.

2026 möchte ich mir diese Zeit bewusst wieder nehmen. Nicht, weil es sinnvoll ist. Nicht, weil es mich beruflich weiterbringt. Sondern einfach, weil es Freude macht. Lesen – ganz ohne schlechtes Gewissen. Wie schön ist das bitte?

Ordnung ist für mich nie nur eine Frage von Schubladen und Kisten, sondern auch eine innere Angelegenheit. Wir leben seit elf Jahren hier auf unserem Resthof. Und wer einen Resthof kennt, weiß: Platz ist Segen und Versuchung zugleich. Wo Raum ist, wird gesammelt. Abgestellt. Zwischengelagert, - oftmals aus Zeitmangel.

In den letzten Jahren wurde der vorhandene Platz öfter gefüllt als geleert. Und das spürt man. Äußerlich – und irgendwann auch innerlich.

2026 möchte ich genau hier ansetzen und nach und nach aussortieren, ordnen und loslassen. Das ist nichts für mal eben, sondern eher eine langfristige Angelegenheit. Das Buch „Simplify my Life“ *) habe ich vor Jahren mal gelesen – für mich nach wie vor eine tolle Orientierung beim Ausmisten! (* Affiliatelink)

Kochen war für uns schon immer mehr als nur Alltag. Mein Mann und ich kochen beide sehr gern.
Und doch hat sich in den letzten Jahren – oft ganz unbemerkt – eine gewisse Bequemlichkeit eingeschlichen. Aus Zeitmangel wurde öfter auf Bewährtes zurückgegriffen, auf die bekannten Rezepte und die vertrauten Abläufe. Das ist zwar auf der einen Seite praktisch, aber irgendwie auch langweilig. Dabei macht gerade das Ausprobieren so viel Freude! Einfach mal machen, ohne zu wissen, ob es perfekt wird. 2026 möchte ich dem Kochen wieder mehr Neugier zurückgeben. Wieder mehr in Kochbüchern und -zeitschriften blättern und Neues ausprobieren. Und gleichzeitig gemeinsame Zeit in der Küche verbringen – mit einem Glas Wein, schöner Musik….

Klassisches Brot backen – das habe ich tatsächlich noch nicht oft gemacht. Denn eine Backmischung für Brot lasse ich jetzt mal nicht gelten. Das fiel mir im letzten Jahr auf, als meine Schwägerin eine tolle Aktion für einen guten Zweck ins Leben gerufen hatte: Backe Brot & spende. Sie hat dabei jede Woche ein Brotrezept zur Verfügung gestellt, dass sie zuvor getestet hatte. Wer in ihrer Mail-Liste stand, konnte freiwillig dafür eine Spende an das WDR2-Weihnachtswunder machen. Die gebackenen Brote stellte sie auf einem Instagram-Account vor und mir lief des öfteren das Wasser im Munde zusammen! Ich liebe Brot – dieses Jahr möchte ich es unbedingt selber ausprobieren! Den Account findest Du übrigens hier.

Es war das Jahr 2023, als ich das Wandern für mich entdeckte und irgendwann beschloss, einfach mal mehrere Tage am Stück allein auf den Rheinsteig wandern zu gehen. Was waren das doch für besondere Tage: mit meinem Gepäck auf dem Rücken und einen Kopf mit nicht weniger Gepäck in Form von Gedanken im Kopf bin ich einfach mal gestartet. Natürlich lief ich mir direkt am ersten Tag Blasen, war stundenlang allein und kam körperlich durchaus an meine Grenzen. Aber ich habe mein Ziel geschafft, total nette Menschen kennengelernt und bin mit vielen Erkenntnissen wieder heimgekommen. Vor allem mit der, dass ich viel mehr schaffe, als ich denke!
Es müssen nicht gleich mehrere Tage sein, denn auch 1 Tag draußen in der Natur auf neuen, unbekannten Wegen können dieses Gefühl hervorrufen! Dieses Jahr auf jeden Fall wieder, denn es ist einfach schon viel zu lange her!

2 Konzerte besuchen

Ein Konzert ist mehr als ein Lied, - es ist Stimmung, Gänsehaut, Gemeinschaft. Dieses Gefühl, wenn der erste Ton erklingt und alles andere für einen Moment still wird. Musik zu spüren ist bei Konzerten einfach noch einmal etwas Besonderes! Das habe ich tatsächlich auch in den letzten Jahren geschafft und hatte ganz besondere Highlights wie Coldplay, Ed Sheeran, Ray Garvey… Konzerte geben noch einmal einen besonderen Zugang zu Musik!

Jeden Monat eine neue Stadt kennenlernen

Ich liebe es, neue Städte zu entdecken. Nicht unbedingt die großen Sehenswürdigkeiten – sondern das Gefühl, irgendwo neu zu sein. Durch Straßen zu gehen, die man noch nicht kennt. Ein Café zu finden, ohne es gesucht zu haben. Atmosphäre aufzusaugen, Eindrücke zu sammeln, einfach zu schauen. 2026 möchte ich mir diese kleinen Auszeiten bewusst nehmen. Jeden Monat eine neue Stadt – es muss keine große sein! Es muss keine Berühmtheit sein. Es muss nicht weit weg sein.

Täglich 10.000 Schritte gehen

Rücken- und Nackenschmerzen waren im letzten Jahr mein ständiger Begleiter, dabei weiß ich natürlich, was dazu beiträgt, dass ich mich besser fühle! Allein Bewegung ist schon mal ein riesengroßer Anfang – und gleichzeitig ideal, um Gedanken zu sortieren.
Mit zwei Hunden bin ich jeden Tag draußen, aber manchmal reicht das halt nicht. Denn wenn ich alles zusammenzähle komme ich manchmal nur auf verdammt wenig Schritte.
Mein Ziel für 2026 ist daher – täglich wieder in Richtung 10.000 Schritte zu kommen. Es ist eher eine Orientierung bzw. Eine Einladung, Bewegung wieder selbstverständlich werden zu lassen.

mindestens 6 x etwas zum ersten Mal machen

Es gibt Dinge, die wir nicht tun, weil sie zu groß sind. Und solche, die wir nicht tun, weil wir glauben, sie seien zu klein, um wichtig zu sein. Doch jedes Mal, wenn wir etwas Neues wagen, etwas zum allererstem Mal machen, erweitert das unsere Komfortzone! Und ich liebe es zu wachsen! Denn auch, wenn vielleicht etwas Neues nicht zu uns passt (was wir ja erst durchs Ausprobieren herausfinden), so werden wir allein durch das Tun mutiger! Auch hier muss es nicht perfekt sein, aber es darf meinen Horizont erweitern!

Einmal 2 Wochen Urlaub am Stück machen - Ferienhaus mit Hunden

Es ist lange her, dass wir länger als 8 oder 10 Tage am Stück im Urlaub waren! Denn Urlaub machen war in den letzten Jahren immer mit sehr viel Organisation verbunden. Der Laden musste weiter laufen, die Arbeit musste gemacht werden und wehe dem, es gab einen technischen Ausfall o.ä., - dann war der Urlaub wenig entspannend, denn aus der Ferne musste auch das geregelt werden. „Schalte doch mal ab“ ist ein gern gegebener Ratschlag.
Nun haben sich die Vorzeichen geändert und damit möchte ich genau das wieder erleben! Einfach mehr Tage am Stück verreisen, die Erholung und das Abschalten wieder spüren, wenn einfach mal weniger auf dem Tagesprogramm steht! Und vielleicht das Handy auch nur zum Fotos machen und Reiseroute checken verwenden :-)

Eine neue Therme besuchen

Erholung und Entspannung – sollen wir nicht mal wieder einen Saunatag machen? - fragte mein Mann neulich. Also neulich ist bestimmt auch schon wieder mehr als 1 Jahr her und genauso ist das mit diesen Vorhaben. Und als wir „neulich“ darüber sprachen, überlegten wir auch, dass es doch schön ist, hier einfach mal neue Orte auszuprobieren. Denn in nicht all zu weiter Ferne warten da einige Thermen, die wir noch nicht kennen.

Liebe Menschen von früher wieder treffen, Verbindungen wieder aufnehmen

So viele Menschen habe ich schon so lange nicht mehr gesehen – und dann kommt wieder Weihnachten und man schreibt sich die obligatorischen Grüße. Dieses Jahr möchte ich es bewusst anders machen und den ein oder anderen hoffentlich wiedersehen! Ich hoffe, die Menschen aus meiner Vergangenheit sehen es genauso und haben Lust auf ein solches Treffen :-)

Glücklich und bei mir sein. Kein Ziel, sondern ein Zustand

Das braucht wohl keine weitere Erklärung. Für diesen Zustand sind wir selbst verantwortlich!




Diese Liste ist nicht fertig. Sie darf wachsen. Und sie darf sich verändern – genau wie ich.

Vielleicht wunderst Du Dich jetzt, dass in meiner Bucket-List so gar kein Punkt zum Thema Nähen enthalten ist.
Meine Nähpause hat nach der Entscheidung und dem Auflösen des Stoff-Onlineshops tatsächlich viel länger angedauert, als ich es vorher für möglich gehalten habe. Dass ich so wenig Lust verspüre, den Schalter der Nähmaschine umzulegen, hat mich tatsächlich sogar etwas erschüttert. Denn ich weiß, wie viel Freude es mir früher bereitet hat und wie viel Stabilität es mir gegeben hat, wenn der Alltagswahnsinn über unser Leben hereingebrochen ist. Nähen war so oft eine Art Therapie für mich. Wenn ich diese Zeilen schreibe, weiß ich, dass es einen Neuanfang gibt. Es ist ein zartes Pflänzchen und das darf unbedingt in ganz eigenem Tempo wieder erblühen. Und genau das ist der Grund, warum es hierzu keine Punkte gibt.

Warum dieser Blog jetzt wieder da ist?

Dieser Blog ist kein Neuanfang im klassischen Sinn. Er ist eher ein Wiederanknüpfen, an das, was mir wichtig ist: das Schreiben, echte Inhalten und Austausch, der nicht zwischen Scrollbewegungen verloren geht.

Hier ist Platz für Nähen und Kreativität. Für Farbe, Stil und Ausstrahlung. Für Gedanken übers Leben, über Wandel und darüber, was uns wirklich guttut.

Wenn du hier liest, dann vielleicht, weil auch du das Gefühl kennst, dass es Zeit ist, Dinge neu – oder wieder – zu sortieren. Ich freue mich auf den Austausch. Auf Gedanken. Auf Kommentare. Auf ehrliche Gespräche.

Vielleicht gehen wir ein Stück gemeinsam durchs Jahr 2026!

Liebe Grüße,
Petra