Wer mich kennt, weiß: Ich mag es, mich morgens zurechtzumachen.
Mit ein wenig Farbe Frische ins Gesicht zu zaubern. Farben bewusst einzusetzen – wenn ich strahlen möchte, wenn ich mein Outfit unterstreichen will oder auch dann, wenn ich weiß, dass mir ein Look zwar gefällt, die Farben aber vielleicht nicht ganz ideal für mich sind.
Dann hilft Make-up dabei, das Gesamtbild stimmiger zu machen. Ich liebe es, meinen Worten manchmal mit der passenden Lippenstiftfarbe mehr Ausdruck zu verleihen. Und das alles mache ich in erster Linie für mich. Weil ich es liebe. Weil es mir gut tut.
Seit ich das für mich verstanden habe, nehme ich dich gerne mit auf diese Reise – und zeige dir Produkte, mit denen du dich wohlfühlst und die deine Persönlichkeit unterstreichen. Make-up ist für mich ein bewusster Moment am Morgen. Ein Moment, in dem ich mir selbst Aufmerksamkeit schenke. Aber schönes Make-up beginnt nicht beim Produkt – sondern beim Werkzeug. Und genau diesem möchte ich heute bewusst Raum geben. Denn viel zu oft vergessen wir etwas ganz Entscheidendes: unsere Pinsel. Oder vielleicht nicht ganz vergessen… aber wir schenken ihnen einfach nicht die Aufmerksamkeit, die sie eigentlich verdienen.
Wir benutzen unsere Pinsel fast täglich. Sie begleiten uns durch unsere Make-up-Routine, nehmen Farben auf, verblenden sie, sorgen dafür, dass alles weich und stimmig aussieht.
Und doch behandeln wir sie oft ein bisschen stiefmütterlich. Mit jeder Anwendung sammeln sich nicht nur Make-up-Reste im Pinsel, sondern auch Hautfett, kleine Hautschüppchen und Bakterien. Dinge, die wir mit bloßem Auge gar nicht sehen – die aber dennoch da sind. Und genau das hat Auswirkungen. Zum einen auf das Ergebnis: Farben wirken nicht mehr klar, sondern irgendwie „matschig“. Übergänge lassen sich schwerer verblenden, das Make-up wirkt weniger frisch. Und zum anderen auch auf unsere Haut: Unreinheiten können begünstigt werden, die Haut kann sensibler reagieren – einfach, weil wir immer wieder mit demselben, nicht gereinigten Werkzeug arbeiten. Wenn man sich das einmal bewusst macht, wird schnell klar: Es geht bei der Pinselreinigung nicht um Perfektion. Sondern um Pflege. Um Hygiene. Und letztendlich auch um das eigene Wohlbefinden. Denn genau wie wir uns morgens Zeit für uns nehmen, dürfen wir auch unseren Pinseln ein kleines bisschen Aufmerksamkeit schenken.
Wie oft sollte man Pinsel reinigen?
Wenn man ehrlich ist: Die wenigsten von uns reinigen ihre Pinsel so oft, wie man es vielleicht „ideal“ tun sollte. Und das ist auch völlig in Ordnung. Denn auch hier geht es nicht um Perfektion, sondern darum, eine gute Routine zu finden, die in den eigenen Alltag passt. Als kleine Orientierung kannst du dir merken:
Pinsel für flüssige Produkte wie Foundation oder Concealer dürfen ruhig öfter gereinigt werden – etwa ein- bis zweimal pro Woche
Pinsel für Puder, Rouge oder Bronzer kommen meist mit einmal pro Woche gut aus
Lidschattenpinsel können je nach Nutzung zwischendurch einfach abgestreift oder ebenfalls regelmäßig gereinigt werden
Aber viel wichtiger als jede feste Regel ist etwas anderes: Dass du überhaupt beginnst.
Dass du ein Gefühl dafür entwickelst, wann deine Pinsel „es brauchen“. Wann sie nicht mehr so weich sind, wann Farben sich nicht mehr sauber auftragen lassen oder sich einfach nicht mehr frisch anfühlen. Vielleicht passt es für dich, wenn daraus ein fester Wochentag wird.
Wie reinigt man Pinsel ganz einfach?
Vielleicht denkst du jetzt: Ja, ich weiß, ich sollte meine Pinsel öfter reinigen… aber irgendwie ist es immer ein kleiner „Akt“. Dabei ist es eigentlich ganz unkompliziert. Du brauchst nicht viel – und vor allem kein kompliziertes System. Ein bisschen Wasser, eine milde Seife und ein paar Minuten Zeit reichen oft schon aus. Ich zeige dir einmal, wie ich es mache:
Zuerst halte ich den Pinsel vorsichtig unter lauwarmes Wasser. Dabei achte ich darauf, dass vor allem die Pinselspitze nass wird und nicht der gesamte Pinsel.
Anschließend gehe ich mit dem Pinsel über eine Pinselseife*. Ich nutze dafür eine feste Seife, bei der sich die Farbe sehr schnell löst. Besonders praktisch finde ich, dass im Deckel eine kleine Gummistruktur integriert ist – damit lassen sich auch hartnäckigere Farbreste gut entfernen. Zusätzlich habe ich mir eine Silikonmatte für das Waschbecken gekauft, die sich mit Saugnäpfen befestigen lässt (klick)*. Durch die unterschiedlichen Strukturen lassen sich die Pinsel noch gründlicher und gleichzeitig ganz einfach reinigen. (Klick hier zur Pinselseife*)
Danach spüle ich den Pinsel so lange aus, bis das Wasser klar bleibt.
Ich drücke ihn vorsichtig aus, bringe ihn wieder in Form – und hänge ihn anschließend zum Trocknen kopfüber in einen Pinselständer* (klick)

Mehr ist es eigentlich nicht. Kein großer Aufwand. Aber ein kleiner Unterschied, den man sofort merkt.
Warum Pinsel kopfüber trocknen sollten
Nach dem Reinigen ist das Trocknen ein Schritt, der oft unterschätzt wird – dabei ist er genauso wichtig wie die Reinigung selbst. Vielleicht hast du deine Pinsel bisher einfach hingelegt oder aufrecht in ein Glas gestellt. Das Problem dabei: Das Wasser kann in den Pinsel hineinlaufen. Genauer gesagt in die Stelle, an der die Borsten im Pinsel befestigt sind.
Und genau dort sitzt der Kleber. Wenn dieser regelmäßig mit Wasser in Kontakt kommt, kann er sich nach und nach lösen. Die Folge: Der Pinsel verliert seine Form, einzelne Haare fallen aus – und im schlimmsten Fall ist er irgendwann nicht mehr zu gebrauchen.
Wenn du deine Pinsel stattdessen kopfüber trocknen lässt, kann das Wasser einfach nach unten ablaufen. So bleibt der Pinsel in Form – und du hast deutlich länger etwas davon.
Ich nutze dafür einen einfachen Pinselständer, in den ich die Pinsel nach dem Reinigen einhänge.
Mein Fazit
Manchmal sind es die kleinen Dinge. Unsere Pinsel gehören ganz selbstverständlich zu unserer Routine – und freuen sich ab und zu über ein bisschen Aufmerksamkeit. Vielleicht ist heute ein guter Moment dafür.
Wie oft reinigst du deine Pinsel wirklich?
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