A

Abnäher

Abnäher werden genäht, um ein Kleidungsstück der Form des Körpers anzupassen. Sie werden meist keilförmig, elliptisch oder auch rechteckig in die Kleidung genäht. Dies ist bei figurnahen Schnitten und bei undehnbaren oder nur wenig dehnbaren Stoffen besonders wichtig. Am häufigsten treten sie im Brust- oder Taillenbereich auf.

Absteppen

Das Wort "Absteppen" leitet sich von dem Wort "Steppen" ab. Und das bedeutet nichts anderes, als einen Steppstich nähen - also eine gerade Naht (mit einer Stichlänge zwischen 2 und 4). Während man mit "Steppen" eher eine innenliegende Naht meint, die Schnittteile verbindet, ist die abgesteppte Naht in der Regel sichtbar. Absteppen bedeutet also steppen von Außen - und das meist nicht um Stücke zu verbinden, sondern um bereits zusammengesteppte Stücke zu stabilisieren, verzieren oder aber auch Wendeöffnungen zu schließen. Oftmals wird auch vom "knappkantigen Absteppen" gesprochen. Das bedeutet, dass die Steppnaht in diesem Fall besonders nah/knapp an der Kante liegen soll. Abgesteppt wird in der Regel an Kanten und Säumen oder über Wendeöffnungen. Besonders häufig an Ärmellöchern, Eingriffstaschen, Knopfleisten oder Halsausschnitten. Zum Beispiel an einer klassischen Jeans findest Du die typischen abgesteppten dekorativen und stabilisierenden Nähte.

Ajour

Atlasbindung (Satinbindung)

Da sich die Bindungspunkte bei der Satinbindung nicht berühren, entsteht hierbei kein Diagonaleffekt, sondern die für Satin typische glatte, makellose Oberfläche. Satin ist auf der rechten Seite glänzend, auf der linken matt. Atlas- oder auch Satingewebe können etwas steif sein, denn sie werden aus sehr feinen Fäden gewebt.

Ausbluten

Als Ausbluten bezeichnet man die Abgabe von überschüssigem Farbstoff beim Waschen von neuen Textilien. Die Ursache hierfür ist meist, dass beim Färben die Aufnahmegrenze des Stoffes überschritten wurde. Es empfiehlt sich daher, neue Stoffe grundsätzlich vor dem Vernähen separat zu waschen.
Wer dennoch den Stoff zusammen mit anderer Wäsche waschen möchte, kann mit sog.  Farbfangtüchern das Risiko eindämmen, dass die Wäsche sich verfärbt.

B

Bambusstoff

Stoffe aus Bambus sind besonders nachhaltig, da Bambus sehr schnell nachwächst. Die für die Textil-Herstellung geeignete Bambus-Art "Moso" wächst bis zu einer Höhe von über 20 Metern in nur 45-60 Tagen. Übrigens, Pandabären mögen Moso - Pflanze nicht ;). Schnelles Wachstum, keine Düngemittel, keine Pestizide und keine Wiederbepflanzung: Bambus vermehrt sich schnell, fast wie Unkraut und das vermeidet den weiteren Ausbau der landwirtschaftlichen Flächen und die Zerstörung der Wälder. Er gehört zu den nachhaltigsten Naturfasern weltweit. Für die Bepflanzung wird viel weniger Wasser gebraucht als bei der Baumwolle, sein Ertrag ist 10 mal größer als der Ertrag, den man von Baumwolle bekommt. Bambus als Pflanze produziert über 35% mehr Sauerstoff als ein vergleichbarer Bereich von Bäumen, absorbiert viel Kohlendioxid, ist biologisch abbaubar und besitzt hypoallergen wirkende Inhaltsstoffe. Diese unkomplizierte schnell wachsende und umweltfreundliche Baumbuspflanze ist ein preiswertes Naturprodukt.
Stoff aus Bambusfasern bietet absolut angenehme Trageeigenschaften. Er knittert kaum, absorbiert sehr gut Schweiß, ist atmungsaktiv und hat antibakterielle Eigenschaften. Kleidung aus Bambus-Stoff ist zu jeder Jahreszeit angenehm zu tragen, da sie im Winter warm hält und im Sommer kühlt.

Bänder

Batist

Batist ist ein Textil in Leinwandbindung, das aus Baumwolle, Seide, Leinen oder Polyester angefertigt werden kann. Der Stoff ist feinfädig, dicht gewebt und leicht. Aufgrund seiner luftigen Leichtigkeit wird er gerne für Kinderkleidung, Kleider und Blusen verwendet - aber auch für Dekostoffe und Schals. Stoffe aus Batist können in jeder Farbe hergestellt werden, ob uni oder gemustert.

Zu den Batistarten gehört eine große Gruppe an Geweben wie Noppenbatist, Organdy, Seidenbatist, Glasbatist, Zefir, Voile und Opal. Das nahezu durchscheinende Gewebe liegt sehr zart auf der Haut und fühlt sich angenehm an. Das Textil kann gebleicht und bedruckt werden, was es zu einem guten Material für Bettwäsche macht. Der Kreativität sind dabei keine Grenzen gesetzt. Spricht man von Mako-Batist, wurde bei der Herstellung nur reine ägyptische Mako-Baumwolle verwendet. Mako-Zefir ist ein bunt gewebter Batist. Werden für die Herstellung sowohl künstliche als auch natürliche Fasern verwendet, zum Beispiel Baumwolle und Polyester, dann spricht man vom Schweizer-Batist. Wenn das Textil sehr dünn und transparent ist, spricht man vom Glas-Batist. Dieser wird vorzugsweise für die Herstellung von Schleiern und Gardinen genommen.

Baumwolle

Baumwolle ist das in der Textilindustrie am häufigsten eingesetze Material unter den Naturfasern. Baumwollfasern sind sehr fein und weich, besitzen einen angenehmen Griff und sind sehr hautfreundlich.
Baumwollstoff-Meterware gibt es aus 100% Baumwolle oder auch aus Fasermischungen z.B. mit Poyester, Polyamid, Viskose, Modal etc.
Baumwollstoffe sind in der Regel weiche, angenehm zu tragende und nicht kratzende Stoffe. Außerdem sind sie atmungsaktiv, haltbar und leicht zu pflegen. Da Baumwollgewebe zudem äußerst saugfähig ist, sind Stoffe aus Baumwolle besonders angenehm in der wärmeren Jahreszeit zu tragen.

Durch die Variationsvielfalt von Baumwollstoffen sind von Bekleidung bis hin zu Dekoration allerhand Nähprojekte möglich. Es empfiehlt sich Baumwollstoff vor der Verarbeitung unbedingt zu waschen, da er meist ein wenig einläuft.
Für das Nähen von feinen Stoffen kannst du am besten eine dünne Universal-Nadel, 70-80er Stärke (Stichlänge 2mm) benutzen. Beim Nähen von dickeren Stoffen benutze eine dickere Universal-Nadel, 80-90er Stärke (Stichlänge 2,5 - 3mm). Für besonders dicke Stoffe benutze am besten eine Jeansnadel.
Bei elastischen Baumwollstoffen verwende immer einen dehnbaren Stich, wie z.B. den Zickzack-Stich.

Baumwolljersey

Der naturbelassene Baumwolljersey besitzt durch seine Elastizität (meist mit einem Elasthananteil zwischen 3% und 5%) einen sehr angenehmen Tragekomfort. Baumwolljersey ist nicht nur dehnbar, sondern auch elastisch, d.h. nachdem er gedehnt wurde, geht er wieder in seine Ursprungsform zurück. Zudem ist er allergikerfreundlich. Baumwolljersey ist besonders vielseitig einsetzbar: von funktioneller Sportkleidung über kunterbunte Kinderwäsche bis hin zu modischen Heimtextilien. Der matte, feste und formstabile Stoff eignet sich besonders gut für weiche und wärmende Kleider, bequeme Röcke, Unterwäsche, Damentops, Leggings und vieles mehr.

Bauschgarn

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Bauschgarn ist ein weiches, leicht dehnbares Polyestergarn. Es ist ein Texturgarn, das aus einzelnen, leicht gekräuselten Polyesterfäden besteht. Die einzelnen Fäden sind nicht miteinander verzwirnt, weshalb ihr Volumen größer wirkt.

Mit Bauchgarn näht man weiche, anschmiegsame Nähte mit der Overlock (nur für die Greiferfäden, die anderen Fäden können mit einem "normalen" Overlockgarn gearbeitet werden). Auch für die Cover ist Bauschgarn ein Muss.

Bauschgarn gibt es in vielen hübschen Farben, auch als Multicolor, meliert oder mit Glitzer. Es wird bevorzugt zum Nähen von hochelastischen Stoffen (wie z.B. Sportstoffen oder Badelycra) verwendet. Aber auch für Rollsäume oder Applikationen wird es gerne benutzt.

Boucle

Der Begriff "Bouclé" leitet sich vom französischen Wort "bouclé" ab. Ins Deutsche übersetzt bedeutet es so viel wie "Schleife" oder "Schlinge".

Obwohl Bouclé aufgrund seiner gekräuselten Optik eher rau und kratzig wirkt, ist der Stoff äußerst angenehm weich und vor allem kuschelig warm. Das macht den Stoff auch ideal für den Herbst und Winter. Der imposante und dekorative Stoff ist unempfindlich, knittert kaum und lässt sich leicht verarbeiten. Durch seine unregelmäßige Struktur verzeiht der Bouclé Stoff außerdem kleine Missgeschicke beim Nähen und ist daher auch für Anfänger geeignet.

Zum Nähen von Bouclé-Stoffen nimmst Du am besten eine universelle Nadel in der Stärke 80. Bei dickeren Stoffen darf es auch ruhig Stärke 90 sein. Für dünne und leichte Bouclé-Stoffe empfiehlt sich eine Stichlänge von 2 mm. Wenn der Stoff voluminöser/dicker ist, sollte der Abstand der Stiche höher sein.

Je nach materieller Basis kann Kleidung aus Bouclé bei 30° C im Schongang in der Waschmaschine gewaschen werden. Ist der Bouclé aus reiner Baumwolle, solltest du eine chemische Reinigung vorziehen. (Die Pflegehinweise der Stoffe sind in jedem Fall zu beachten). Bouclé bitte auf keinen Fall im Trockner, sondern auf der Wäscheleine trocknen.

Bündchen

Bündchenstoff ist ein Baumwollgemisch mit Elasthananteil und ist daher besonders elastisch. Seine hohe Flexibiliät und Elastizität garantieren einen hohen Tragekomfort. Er schmiegt sich bequem an den Körper an und wird daher u.a. auch meist als Saumabschluss vieler Bekleidungsstücke z.B. Sweatshirts, Pullover, Hoodies, Sporthosen und vor allem im Bereich der Baby- und Kinderkleidung genutzt. Es gibt ihn in vielen Farben. Er wird als Meterware aber auch als Schlauchware (auch Strickschlauch oder Strickbündchen genannt) angeboten. Man unterscheidet zwischen Feinstrickbündchen und Rippbündchen. Wie der Name es schon verrät, sind Feinstrickbündchen besonders fein und dünn gestrickt. Rippbündchen sind etwas fester und mit mehr Struktur.

Wähle zum Annähen eines Bündchens immer einen dehnbaren Stich. In der Regel ist ein Bündchen sehr pflegeleicht und robust. Du kannst es bei höheren Temperaturen waschen, in den Trockner darf es auch ohne Bedenken und sogar Bügeln kannst du es auf der höchsten Stufe. Doch beachte: Die Pflege richtet sich nach dem Stoff, an den du das Bündchen annähst.

Mittlerweile werden auch unzählige Fertigbündchen in den schönsten Farben angeboten. Lese hierzu mehr unter der Kategorie F - wie Fertigbündchen.

C

Canvas

Canvas ist wegen seiner robusten Eigenschaften ein beliebtes Material für alle, die ihre Stoffideen nicht nur drinnen verwirklichen wollen. Der Stoff ist sowohl atmungsaktiv als auch windabweisend, robust, reißfest und gilt sogar als schwer entflammbar. Canvas ist aufgrund seiner wetterbeständigen Eigenschaften sehr beliebt, um Bezüge für Sitzgelegenheiten im Außenbereich zu nähen. Aber auch Rucksäcke, Taschen, diverse Dekorationsartikel, Kissen und Sitzsäcke werden gerne aus dem tollen Stoff genäht.

Verwende zum Vernähen eine robuste Jeansnadel mit der Stärke 90-110 und robustes Nähgarn.

In der Regel kannst du Canvas schonend bei 30°C im Wollwaschgang mit entsprechendem Woll- oder Feinwaschmittel waschen. Versuche das Schleudern zu vermeiden oder die Schleuderzahl zu minimieren. Optimalerweise trocknest du Canvas auf einer saugfähigen Unterlage wie einem Frotteehandtuch. Im trockenen Zustand kann Canvas auf mäßiger Temperatur gebügelt werden.

Chambray

Chambray ist ein gewebtes Textil aus leichtem Baumwoll- oder Leinengewebe, das Denim zum Verwechseln ähnlich sieht. Charakteristisch für diesen Stoff ist seine in sich leicht melierte, fast schillernde Struktur. Chambray ist auch unter dem Namen Batist bekannt. Der Stoff ist weich und bequem zu tragen, pflegeleicht und schmutzunempfindlich - er brint also alle Eigenschaften von Baumwolle oder Leinen mit sich.

Da er temperaturregulierend wirkt und sich immer ein wenig kühl anfühlt ist er der perfekte Sommerstoff. Da Chambray ein sehr locker fließendes Material ist, wird es gerne für Kleider, Oberteile (wie Hemden und Blusen) oder sogar für weite Hosen oder auch Bettwäsche eingesetzt.

Bevor du den Stoff zuschneidest, wasche ihn einmal vor, da er um bis zu 10% eingehen kann. Du kannst den Stoff ohne Probleme im Normalwaschgang der Waschmaschine reinigen, in der Regel bei 30°C. Verzichte auf den Trockner und lasse ihn stattdessen an der Luft trocknen. Chambray hält eine Behandlung mit dem Bügeleisen in der Regel gut aus.

Der anfängerfreundliche Stoff wird einfach mit einem Geradstich vernäht. Empfehlenswert hierfür sind feine Universalnadeln oder Microtexnadeln, da diese keine großen Löcher in dem feinen Stoff hinterlassen. Da das Gewebe ausfranst, versäubere die Naht zusätzlich.

Chenille

Chenille ist ein Veloursgewebe mit unregelmäßigem Flor, das in der Regel aus Baumwollfäden und Kunstseide hergestellt wird. Der Stoff ist wärmend, strapazierfähig und blickdicht. Hinzu kommt die außergewöhnlich samtig-flauschige Haptik.
Durch das dichte Gewebe und das gute Wärmerückhaltevermögen ist Chenille u.a. perfekt als Pullovermaterial geeignet. Aber auch Jacken, Mäntel und Schals werden gerne daraus genäht. Außerdem eignet sich der Stoff auch hervorragend für Kissen, Decken und sogar Taschen.

Wasche Chenille vor dem Verarbeiten, da er ein wenig einlaufen kann. Er ist ein recht pflegeleichter Stoff. Verwende vorzugsweise Vollwaschmittel und verzichte auf Weichspüler. Es wird empfohlen, den Stoff im Wäschetrockner zu trocknen, um die Flauschigkeit zu erhalten. Bei der ersten Wäsche ist es normal, dass sich überschüssige Fasern aus dem weichen Gewebe lösen. Dies ist besonders bei der Verwendung von Wäschetrocknern der Fall, beeinträchtigt jedoch nicht die Qualität des Stoffes.

Zum Nähen reicht eine normale Nähmaschine. Benutze eine Universalnadel (Stärke 80 oder 90) und wähle eine Stichlänge von 3-4mm.

Chiffon

Chiffon ist ein durchsichtiges, feines Gewebe aus Natur- oder Kunstseide. Es besitzt besondere, hauchzarte und leicht glänzende Optik. Die typische gekräuselte Oberfläche entsteht durch die Verwendung stark gedrehter Seidenfäden. Charakteristisch für Chiffon sind ebenfalls dünne Längsrillen, die sich durch den Stoff ziehen und dem Gewebe eine unregelmäßige Oberfläche verleihen. Chiffon ist ausgesprochen leicht und fein - ganze Kleidungsstücke lassen sich so klein zusammenfalten, dass sie in eine Faust passen. Vor allem zarte Tücher und transparente Blusen und Kleider werden daraus genäht. Der Stoff fällt besonders fließend und weich.

Bei der Verarbeitung solltest du nur feine Nähnadeln und dünne Garne verwenden. Ideal ist hier eine Microtexnadel der Stärke 60-70 bei einer Stichlänge von 2-3 mm.

Chiffon-Kleidung aus reiner Seide benötigt besondere Pflege. Da sie in der Maschinenwäsche leicht beschädigt werden könnte, empfiehlt es sich den empfindlichen Stoff mit einem milden Seidenschampoo per Hand zu waschen. Dabei sollte man die Kleidung weder wringen noch reiben.

Aus chemischen Fasern hergestellte Chiffonkleidung kann auch bei niedrigen Temperaturen und mit Feinwaschmittel in die Waschmaschine gegeben werden. Zum Trocknen hänge das Kleidungsstück auf einen Kleiderbügel oder lasse es  liegend trocknen. Chiffonstoff zieht sich bei Kontakt mit Wasser zusammen - verzichte beim Bügeln auf Dampf und lege ein dünnes Tuch auf das Kleidungsstück um unschöne Glanzstellen zu vermeiden.

Cord

Cord ist ein strapazierfähiger, robuster Stoff, der warm hält und sich bequem tragen lässt. Typisches Kennzeichen sind die samtigen Längsrippen in Fadenlaufrichtung. Die besondere Struktur verleiht dem Stoff eine besondere Optik, die von keinem anderen Material imitiert werden kann. Je nach Breite der Rippen unterscheidet man Cord in:

- Kabelcord (bis 10 Rippen je 10cm Gewebe)
- Breitcord (10 bis 25 Rippen je 10cm Gewebe)
- Genuacord (25 bis 40 Rippen je 10cm Gewebe)
- Feincord (44 bis 50 Rippen je 10cm Gewebe)
- Babycord (mehr als 40 Rippen je 10cm Gewebe)
- Cordsamt (mehr als 50 Rippen je 10cm Gewebe)

In der Regel besteht Cord aus 100% Baumwolle, er kann aber auch Elasthan oder Poyester zugemischt bekommen, um dehnbar zu werden. Dehnbaren Cord nennt man Stretch-Cord.
Cord ist ein echter Allrounder. Es lassen sich wunderbar Hosen, Blazer, Jacken, Mäntel, Röcke aber auch Rucksäcke und Taschen u.v.m. daraus nähen. Er wird in vielen verschiedenen Farben angeboten. Gerade im Herbst und Winter wird Cord sehr gerne getragen, da er schön warm hält.
Waschen solltest du ihn im Schonwaschgang bei maximal 40°C (vorzugsweise mit Feinwaschmittel) und zwar unbedingt auf links, um den weichen, samtigen Flor nicht zu beschädigen. Den Schleudergang und auch den Trockner verträgt der Stoff leider nicht so gut - also besser an der Luft trocknen lassen. Und bügeln solltest du ihn höchstens auf links.

Cupro

Was ist Cupro?

Die Geschichte von Cupro beginnt zunächst nicht so schön. Cupro ist eine regenerierte Zellulosefaser, die in einer hochgiftigen Kupfer-Ammoniak-Lösung produziert wurde. Die Produktion war (bis vor kurzem) noch so schädlich für Mensch und Umwelt, dass sie weltweit verboten wurde.

Doch dann kam Asahi Kasei und machte alles besser. Unter dem Markennamen Bemberg verarbeitet die japanische Vorzeige-Firma Linters – kurze, nicht verspinnbare Baumwollsamenfasern – zu einem superfeinen Garn, das an Seide erinnert. Auch dieses optimierte Streckspinnverfahren funktioniert mit einer Lösung aus Kupfer, Ammoniak und Zellulose. Was allerdings neu ist, sind geschlossene Wasserkreisläufe und die fast komplette Rückgewinnung aller verwendeten Wirkstoffe. So werden z.B. 99.9% des Kupfers vom Abwasser getrennt und für den Herstellungsprozess zurückgewonnen. Die gewonnenen Fasern selbst sind Oeko-Tex 100 zertifiziert und dadurch ausgezeichnet, was ihre Hautverträglichkeit betrifft.

Eigenschaften von Cupro:
✅ Cupro ist extrem leicht und hat eine schmeichelnd leichte Optik

✅ Aufgrund der Faserstruktur – Cupro zeigt einen fast komplett runden Querschnitt – fühlt sich die Faser sehr weich an (fast wie eine zarte Pfirsichhaut).

✅ Cupro ist super hautfreundlich. Die Faser fühlt sich wie eine zweite Haut an - oder sogar, als wäre man nackt.

✅ Über winzige Wasserwege kann Cupro Feuchtigkeit aufnehmen und wieder abgeben, sodass ein angenehm kühles, frisches Traggefühl entsteht.

✅ Der matte Schimmer von Cupro lässt den Stoff edel und hochwertig wirken.

✅ Trotzdem ist die Faser knitterarm und strapazierfähig.

Hinweise zur Pflege:
➡️ Waschen am besten im Wollwasch- oder Handwaschprogramm und unbedingt flüssiges Waschmittel verwenden.
➡️ Cupro gehört nicht in den Trockner.
➡️ Cupro kann bei schwacher bis mittlerer Hitze gebügelt werden.

D

Decovil

Von Decovil gibt es zwei Varianten - I und I light. Die beiden unterscheiden sich in ihrer Dicke. Es handelt sich um hochfeste, aber dennoch gut formbare Vlieseinlagen, die sich fast wie Leder anfühlen. Beide können aufgebügelt und somit fixiert werden. Sie sind sehr reißfest und formstabil, eignen sich also optimal für Taschen, Rucksäcke, Messenger-Bags etc., die ohne zusätzliches Volumen eine hohe Standfestigkeit haben sollen. Decovil light empfiehlt sich vor allem dann, wenn das verstärkte Nähstück verstürzt oder gewendet werden soll.

Verarbeitung:
Die Stoffe vorab mit Dampf abbügeln, um evtl. späteres Einlaufen zu vermeiden. Danach die Stoffe wieder gut trocknen lassen. Anschließend die Einlage mit der beschichteten Seite auf die linke Seite des Oberstoffes legen. Dann mit einem feuchten Bügeltuch abdecken und das Bügeleisen - Schritt für Schritt - ca. 6 Sekunden gut aufdrücken. Bügeleiseneinstellung: Wolle.

Lassen Sie die Teile nach dem Fixieren etwa 30 Minuten flach liegend auskühlen, damit sich die Haftung stabilisieren kann.
Wir empfehlen Ihnen, vor dem Fixieren durch einen Bügeltest zu prüfen, ob der Griff und die Haftung Ihren Vorstellungen entsprechen.

Pflege:
Waschbar bis 30 °C im Schonwaschgang, oder chemisch reinigen.

Denim

Denim ist der Name für den Stoff, aus dem die meisten Jeans hergestellt werden. Denim wurde urspünglich aus reiner Baumwolle hergestellt. Der Stoff ist besonders schwer und robust. Heute gibt es Denim auch aus Mischgewebe. Die häufigste Variante ist dabei die Baumwoll-Elasthan-Mischung, die für eine Dehnbarkeit des Stoffes sorgt. Dieser Stoff ist etwas leichter und eignet sich besonders für figurbetonte Jeans, wie Skinny- oder Röhrenjeans. Durch den Elasthananteil ist die Jeans angenehm zu tragen. Für gerade geschnittene Hosen oder bequeme Mom-Jeans bleibt der ursprüngliche schwerere Denim aus reiner Baumwolle die bessere Wahl. Außerdem werden u.a. gerne Kleider, Blusen, Taschen, Rucksäcke oder auch Sitzsäcke aus Denim genäht.

Bei allen Denim-Stoffen empfiehlt es sich, sie vor dem Verarbeiten vorzuwaschen, um das spätere Einlaufen zu vermeiden.
Zum Nähen verwendest du am besten Baumwoll- oder Polyestergarn.

Besonders bei schweren Denimstoffen solltest du eine entsprechende Jeans-Nadel und eine Stichlänge von 3 - 3,5mm verwenden. Bei leichteren Stoffen  kannst du auch mit einer Stichlänge von 2,5mm arbeiten.

Um deiner Jeans das typische "Jeans-Finish" zu geben, kannst du einige Stellen mit stärkerem Kontrast-Garn absteppen.

Double-Jersey (Romanit)

Druckknöpfe

Druckknöpfe werden als zuverlässige Verschlüsse sehr geschätzt. Kennzeichnend für Druckknöpfe sind zwei Elemente, die ineinander gedrückt werden und diese so verbinden.

Für verschiedene Anwendungsfälle gibt es unterschiedliche Druckknöpfe, beispielsweise aus Metall oder Kunststoff. Für Metall (Stahl oder Messing) spricht die Robustheit. Dafür hat man bei Kunststoff in der Regel mehr Auswahl an Farben. Kunststoff-Druckknöpfe werden häufig im Bereich Baby-und Kinderkleidung, leichte Jacken und Westen, sowie Kopfkissen verwendet. Soll der Knopf stärkeren Belastungen standhalten, fällt die Wahl meist auf Metall-Druckknöpfe.

Die verschiedenen Druckknopf-Systeme unterscheiden sich primär durch das Verschlusssystem. Dieses bestimmt die sog. Schließkraft. Man kann grundsätzlich zwischen folgenden Varianten unterscheiden: Zackenring, S-Feder und Ringfeder.

-Zackenring-Druckknöpfe verfügen über ein lippenförmiges Federsytem und zeichnen sich durch eine leichte bis mittlere Verschlusskraft aus.
-S-Feder-Druckknöpfe sind mit einer doppelt-wirkenden, S-förmigen Feder aus Bronze-Federdraht ausgestattet und verfügen über eine mittlere Verschlusskraft.
-Ringfeder-Druckknöpfe besitzen eine ringförmige Feder und erhalten dadurch eine hohe Verschlusskraft.

E

Einlage

Spätestens, wenn Du das erste Mal eine Tasche nähst, wirst Du damit konfrontiert: Einlage (Vlieseline, Decovil etc.). Aber auch bei vielen Kleidungsstücken wird damit gearbeitet. Hier ist eine kleine Übersicht der gängigsten Begriffe:


H 250
Hierbei handelt es sich um eine glatte, feste Vlieseinlage. Sie wird oft für den Futterstoff von Taschen verwendet, zur Verstärkung von Innentaschen oder beim Arbeiten mit mehreren Lagen. Sie gibt dem Stoff eine schöne Festigkeit - aber kein zusätzliches Volumen.

H 630
Dieses Vlies gehört zur Gruppe der Volumen-Vliese. Es ist zwar weich, aber einige Millimeter stark und auf der linken Seite mit einer Klebebeschichtung versehen. Für kleine Taschen ist es gut geeignet, weil es dazu führt, dass der Oberstoff noch weich, aber eben stabil ist. In der Regel bügelt man diese dünnen Volumenvliese auf den Außenstoff der Taschen auf.

H 640
Auch ein Volumen-Vlies -> ist es etwas dicker und auch fester als H 630. Es verleiht größeren Taschen einen schönen Stand und ermöglicht es, Kanten gut auszuformen. Auch für Utensilos oder andere "freistehende" Dinge ist es das Mittel der Wahl, wenn man gerne trotz Stabilität noch eine gewisse Weichheit haben möchte.

Decovil
siehe unter "D wie Decovil" ;)

S 520
Hierbei handelt es sich um eine sog. "Schabrackeneinlage". Diese Einlagen sind sehr fest und mögen es nicht besonders, geknickt zu werden. Sie eignen sich vor allem sehr gut für Taschenböden.

Soft & Stable
Dieses Vlies wird in den USA produziert, ist aber seit einiger Zeit auch in Deutschland problemlos erhältlich. Es handelt sich dabei nicht um ein aufbügelbares Vlies, sondern um ein Material, das entweder über separaten Textilkleber befestigt oder eben angenäht werden muss. Soft & Stable besteht aus einem ca. 0,5 mm starken Schaumstoffkern und einer dünnen Vliesschicht. Der Vorteil liegt in der hohen Formstabilität, ohne allzu steif zu werden. Es ist ein ´Zwischending´ zwischen Volumenvlies und Decovil und wird vor allem für kleinere Taschen und Geldbeutel sehr empfohlen, aber auch für Rucksäcke wird es oft verwendet

Einlaufen

Als Einlaufen bezeichnet man den Vorgang, bei dem sich Textilien in der Wäsche in der Länge und der Breite verkürzen. In Fachkreisen nennt man dies auch „Einspringen“, weil der Stoff beim Waschen in seine natürliche Form zurück springt.
Bei seiner Herstellung steht der Stoff ständig unter Spannung. Die Kettfäden werden im Webstuhl in Längsrichtung gespannt und der Schussfaden mit hoher Geschwindigkeit quer befördert. Der dadurch entstehende Stoff wird somit beim Weben in Längs- und Querrichtung gedehnt. Diese Dehnung wirkt sich bei Naturfasern besonders stark aus, weil diese Fasern eher eine spiralige oder gekräuselte Struktur besitzen, die dabei mit Kraft gerade gezogen werden. Chemiefasern hingegen besitzen meist eine gerade Struktur und verändern sich dadurch nicht so sehr.
Gibt man den Stoff nun in die Wäsche oder er kommt in Kontakt mit Wasser entspannt sich der Stoff aus Naturfasern stark. Die Fäden springen in ihre ursprüngliche, gekräuselte oder spiralige Form zurück und verkürzen sich. Damit verkürzt sich auch der Stoff. Daher sollte man Stoffen vor dem Zuschnitt immer die Möglichkeit zur Entspannung geben.
Nicht waschbare Stoffe aus Naturfasern, wie zum Beispiel Walk breitet man vor dem Zuschnitt flach aus und lässt ihn über Nacht liegen.

Elastizität / Elasthan

Kleidung mit Stretch-Anteilen ist besonders bequem und trageangenehm bei jeder Bewegung. Das dehnbare und flexible Stretchmaterial entsteht aus Stoffen, bei denen ein geringer Elasthan-Anteil (ca. zwischen 3% und 7% je nach Art des Kleidungsstückes) verarbeitet wurde.

Die ersten Elasthan-Fasern kamen 1959 in Amerika als „Fibre K“ auf den Markt. Auch heute noch sind diese Fasern unter dem Markennamen „Lycra“ bekannt. Elasthan, umgangssprachlich auch Spandex genannt, ist eine synthetisch hergestellte Faser – also eine Chemiefaser.

Elasthan ist eine regelrechte Wunderfaser mit zahlreichen positiven Eigenschaften. Schon das Eigenschaftswort „elastisch“ verrät das zentrale Merkmal des Materials, denn Elasthan ist vor allen Dingen dehnbar. Um 500% bis 700% lässt sich die Faser in die Länge ziehen und -wie Gummi - kehrt es nach der Dehnung wieder in seine Ausgangsform zurück.

Dabei ist die Faser außerordentlich reißfest und formbeständig. Textilien mit Elasthan sind zudem knitterfrei und müssen nicht gebügelt werden. Das Material ist leicht, fein und weich und lässt sich sehr gut färben. Elasthan bleibt vollkommen glatt, es besitzt Antipilling Eigenschaften, d.h. es bilden sich weder Knötchen noch Fusseln.

Zu guter Letzt, ist die geringe Feuchtigkeitsaufnahme eine weitere positive Eigenschaft. Das Material trocknet schnell, ist pflegeleicht und wirkt zu keiner Zeit klitschnass.

Durch den Stretchanteil aus Elasthan werden Kleidungsstücke sehr bequem. Im Bund schneiden sie nicht ein und an den Beinen geben Sie beim Sitzen nach. Oberteile mit Stretch schmiegen sich körpernah an, sind figurbetont und behalten auch bei häufigem Tragen noch ihre Form.

F

Fadenlauf

Der Fadenlauf eines Stoffes verläuft parallel zur Webkante. Auf den meisten Schnittmustern ist der Fadenlauf eines Schnitteils eingezeichnet. Damit wird angezeigt, wie das Schnittmuster auf dem Stoff zu platzieren ist. Lege das Teil also so auf den Stoff, dass der eingezeichnete Fadenlauf des Schnittteils parallel zur Webkante liegt.
Achtung: bei einigen längselastischen Stoffen (wie bspw. Bengaline) wird empfohlen, die Schnitteile quer zum Fadenlauf aufzulegen! Für den guten und bequemen Sitz Deines Kleidungsstückes solltest Du diese Empfehlung unbedingt einhalten.

Fadenspannung

Die Fadenspannung ist ein oft unterschätztes, jedoch enorm wichtiges Thema beim Nähen mit der Nähmaschine.

Bei den neueren Maschinen der gehobenen Preisklasse passiert dies für die Unterfadenspannung automatisch, bei vielen Maschinen muss die Spannung jedoch selbst eingestellt werden.

Eine falsch eingestellte Fadenspannung kann dazu führen, dass die Naht sich kräuselt, der Faden ständig abreißt oder das Nahtbild wellig und nicht glatt und schön ist.

Die Fadenspannung ist unter anderem von dem zu nähenden Material abhängig. D.h. einmal eingestellt passt sie nicht immer automatisch für alle Projekte.

Die Oberfadenspannung wird meist über ein Stellrad auf der linken Seite oder im oberen Frontbereich der Nähmaschine eingestellt. Die Unterfadenspannung wird über eine Stellschraube an der Spulenkapsel reguliert.

- Im Optimalzustand befindet sich die Schlinge von Ober- und Unterfaden genau zwischen den beiden Stofflagen.
- Wenn man auf der Unterseite die Schlingen sieht, ist die Oberfadenspannung zu locker oder die Unterfadenspannung zu fest.
- Sieht man auf der Oberseite Schlingen, ist der Oberfaden zu fest oder der Unterfaden zu locker.

Die Oberfadenspannung ist über das Stellrad einfach einzustellen: Je größer die Zahl an dem Rad, desto fester ist die Fadenspannung.

Die Unterfadenspannung einzustellen, braucht ein bisschen Übung und die richtige Technik. Ich erkläre das Einstellen jetzt beispielhaft für eine Maschine mit einer herausnehmbaren Spulenkapsel.

An der Spulenkapsel ist aussen ein Federplättchen angeschraubt. Es hat 2 Schrauben: Eine, mit dem das Plättchen festgeschraubt ist und eine zweite, die für die Fadenspannung verantwortlich ist.

Lege die Spule korrekt in die Spulenkapsel ein. Halte den Faden fest und lasse die Kapsel mit der Spule darin herunterhängen.
Die Kapsel muss nun auf der gleichen Höhe bleiben. Wenn sie bereits jetzt herunterrutscht, ist die Spannung zu locker eingestellt. Bleibt sie auf der Höhe hängen, ziehe den Faden (wie ein Jojo) ruckartig nach oben. Bleibt die Spulenkapsel auf der gleichen Höhe, ist die Spannung perfekt, geht die Kapsel mit nach oben, ist die Spannung zu fest eingestellt.

Um die Fadenspannung zu korrigieren, muss Du die Schraube drehen: Um die Spannung zu erhöhen --> im Uhrzeigersinn, um sie zu verringern

Fake Fur

Fake Fur bezeichnet auch Kunstpelz oder Fellimitat. Diese synthetisch hergestellten Webpelze werden gerne als Besatz an Kragen und Revers verwendet, aber auch zur Herstellung pelzähnlicher Jacken und Mäntel. Hochwertige Fake Furs sind inzwischen so gut hergestellt, dass sie sich kaum von echtem Pelz unterscheiden lassen.

Feincord

Feincord (44 bis 50 Rippen je 10cm Gewebe) oder auch Babycord (mehr als 40 Rippen je 10cm Gewebe) ist ein leichter Cordstoff mit schmaler Rippenstruktur.

Weitere Informationen zum Stoff findest Du unter der Rubrik Cord.

Fertigbündchen (Cuffs)

Fischgrät

Das Fischgrätmuster ist ein zickzackförmiges Textilmuster, das durch eine bestimmte Art des Webens entsteht. Das Muster wird auch kurz Fischgrät oder Herringbone genannt. Das entstandene Zickzackmuster erinnert stark an Fischgräten, woher sich der Name ableitet. Es entsteht durch einen Richtungswechsel beim Weben und lässt den Stoff besonders robust und fest werden. Traditionell wird der Stoff aus Wolle gewebt und zu Blazern, Kostümen oder Mänteln verarbeitet. Fischgrät kann aus den unterschiedlichsten Garnen gewebt werden. Die klassischste Variante wird aus verschiedenfarbigen Wollfäden hergestellt, sodass ein warmhaltender Stoff entsteht. In der Regel sind Fischgrätstoffe mehrfarbig und dadurch schmutzunempfindlich.
Kleidungsstücke aus Fischgrät wirken edel und hochwertig. Da sie jedoch die Tendenz haben, altbacken zu wirken, stylst Du sie am besten mit zarten, fließenden Stoffen, die den Gesamteindruck etwas erleichtern. Trag beispielsweise einen braunen Fischgrätblazer zum langen Blumenkleid aus Seide oder Viskose und kombiniert dazu weiße Sneaker.

Flanell

Flanell ist ein weiches Gewebe, das mechanisch ein- oder beidseitig aufgerauht wird. Hierdurch ist der Stoff recht dick und dennoch vergleichsweise leicht. Er fühlt sich sehr weich und angenehm auf der Haut an. Flanell ist wärmend, saugfähig, knitterarm, strapazierfähig und pflegeleicht. Es besteht in der Regel aus Baumwolle. Zusätzlich mischen die Hersteller heutzutage oft Viskose und/oder Microfaser bei. Das Gewebe ist in vielen verschiedenen Farben und unzähligen Mustern erhältlich. Vor allem Karo ist sehr beliebt ("Holzfällerhemden"). Hochwertiger Flanell ist langlebich, formstabil und farbecht.

Du kannst u.a. wunderbar Hemden, Blusen, Jacken, Kleider, Schlafanzüge, Decken oder auch Bettwäsche daraus nähen.

Zuschneiden lässt sich Flanell in der Regel leicht mit einer Stoffschere. Zum Vernähen kannst du eine Universalnadel der Stärke 70-80 bei einer Stichlänge von 2-3mm verwenden. Bei einem dickeren Flanellstoff erhöhe sowohl die dicke der Nadel als auch die Stichlänge ein klein wenig. Da Flanell nicht ausfranst, reicht ein klassischer Versäuberungsstich.

Wie alle Baumwollstoffe ist auch Flanell nicht hitzebeständig und sollte deshalb nur bei der vom Hersteller empfohlenen Temperatur gewaschen werden - (andernfalls kann das Material einlaufen). Wasche den Stoff vorzugsweise mit Feinwaschmittel und nutze geringe Schleudertouren. Die Verwendung vom Trockner ist problemlos möglich, allerdings maximal bei 60°C.

Fleece

Aufgrund seiner Eigschafen wird Fleece vielfach in Outdoor- und Sportbekleidung verarbeitet, so unter anderem in Hosen, Jacken, Handschuhen, Mützen, Mänteln und Decken. Aus dem Natursportbereich ist Fleece heute nicht mehr wegzudenken.

Fleece ist strenggenommen kein Gewebe, sondern eine Maschenware. Bei der Fleecebindung entstehen Plüschhenkel, die im nächsten Arbeitsvorgang aufgeschnitten und aufgeraut werden. Die übliche Dichte beim Fleecestoff liegt zwischen 100 und 300 Gramm pro Quadratzentimeter. Die Qualität des Fleeces hängt entscheidend von seiner Dichte ab.

Fleece zeichnet sich durch sein geringes Gewicht aus. Es ist wärmeisolierend und schützt auch vor Kälte. Fleece ist darüber hinaus sehr widerstandsfähig und langlebig. Der Stoff ist sehr elastisch und weitgehend knitterfrei. Er ist pflegeleicht und problemlos mit der Maschine waschbar. Fleece ist zwar nicht vollkommen wasserdicht, verfügt aber über eine wasserabweisende Oberfläche und trocknet recht schnell. Außerdem zeichnet sich Fleece durch einen exzellenten Tragekomfort aus, weil es weich auf der Haut ist und -anders als Wolle- nicht kratzt. Fleece ist nicht vollkommen winddicht, bietet mit einer zusätzlichen Membran aber auch einen guten Windschutz.

Frottee

Der flauschige und voluminöse Frottee wird aufgrund seiner hohen Wassersaugfähigkeit meist zu Handtüchern oder Bademänteln verarbeitet. Er besteht aus vielen kleinen Garnschlingen, welche für das extra weiche Gefühl sorgen. Frottee wird in erster Linie aus Baumwolle hergestellt, wobei manchmal auch Polyesterfasern beigemischt werden. ´Bambusfaser wird neuerdings auch gerne zu Frottee verarbeitet und zeichnet sich durch seine besonders angenehme Trageeigenschaft aus!

Aufgrund seiner Eigenschaft, dass dieser Stoff beim Schneiden an den Rändern schnell flust, sollten diese möglichst schnell versäubert werden. Zum Vernähen eignet sich der Zickzack- oder Overlockstich mit einer Universalnadel, sowie Baumwoll- oder Polyesternähgarn.

G

Garne

Die Qualität eines Nähgarnes hat einen großen Einfluss auf das Nähergebnis und die Haltbarkeit der Naht.

Nähgarne werden aus unterschiedlichsten Materialien bzw. Rohstoffen hergestellt, wobei die meisten Garne jedoch aus Polyester in verschiedenen Formen produziert werden. Naturfasern sind z.b. reine Baumwolle und Seide.

Das Nähgarn sollte bestenfalls aus dem gleichen Material bestehen wie der zu vernähende Stoff (für reine Baumwolle also Baumwollgarn) und nicht stärker sein als die Fasern des Stoffes. In der Unterfadenspule sollte immer das gleiche Garn (bzw. aus dem gleichen Material) wie in der Oberfadenspule aufgespult sein.

Baumwollgarn:
Wird vorallem für Nähprojekte aus reinen Baumwollstoffen (nicht dehnbaren Stoffen), vorallem bei Patchwork- und Quiltarbeiten verwendet. Baumwollgarn sieht optisch schöner aus als Polyestergarn, reißt jedoch aufgrund der fehlenden Elastizität deutlich schneller. Baumwollgarne lassen sich färben, nehmen also im Vergleich zu Polyestergarnen beim nachträglichen Behandeln mit Textilfarben den Farbton an.

Polyestergarn:
Ist etwas elastischer als Baumwollgarn und somit deutlich reißfester. Es eignet sich für alle Arten von Kleidung und Wohntextilien, also auch ideal für dehnbaren Stoffe. Da es leicht schimmert wird es gern zum Maschinensticken verwendet. Polyester ist sehr pflegeleicht und wird auch gern mit Naturfasern wie Baumwolle gemischt. Fast alle so genannten „Allesnäher“-Garne bestehen aus Polyester und können – wie der Name schon sagt – für alle Stoffe verwendet werden. Auch transparente („unsichtbare“) Garne bestehen aus Polyester.

Seraflex-Garn:
Hochelastisch und vielseitig einsetzbar. SERAFLEX-Garn ist genau das richtige Garn für alle dehnbaren Stoffe. Das Geheimnis ist seine besondere Zusammensetzung: Der innovative Rohstoff PTT erlaubt es dem Nähgarn, sich bis zu 65% zu dehnen. Es wird empfohlen, den Nähfaden ausschließlich für Geradstiche zu verwenden – als Nadel- und Unterfaden mit möglichst lockerer Fadenspannung kommt seine volle elastische Wirkung zum Tragen. Auf diese Weise erreicht SERAFLEX sogar eine doppelt so hohe Nähelastizität im Vergleich zu herkömmlichen Nähgarnen.

Polyamidgarn/Nylongarn:
Polyamid ist neben Polyester einer der wichtigsten synthetischen Stoffe. Die Mirkofasern lassen Wasserdampf nach außen treten, jedoch kein Wasser nach innen eindringen. Somit sind Polyamidgarne besonders für Sportkleidung und wetterfeste Kleidung geeignet.

Viskosegarn/Rayon:
Viskose ist ebenfalls eine Chemiefaser, die aus Buchen- und Pinienholz gewonnen wird. Sie ist optisch der Baumwolle sehr ähnlich, jedoch leichter und weicher. Da Viskose seidenähnlich schimmert wird sie gern zum Maschinensticken verwendet.

Stickgarn:
Die meisten Stickgarne bestehen aus leicht schimmernden Synthetikfasern, wie die bereits erwähnten Polyester- und Viskosegarne. Stickgarne für Maschinenstickereien sind sehr fein.

Georgette

Georgette, auch unter dem Namen "Crêpe Georgette" bekannt, ist ein sehr dünnes Seiden- oder Polyester- Textilgewebe und wird oft mit seinem Stoffverwandten - Chiffon verwechselt. Georgette ist sehr dicht gewebt und ist im Gegensatz zu Chiffon nicht ganz so transparent und hat einen etwas festeren Fall und Griff. Ein Vorteil dieses Stoffes ist, dass er trotz seines fragilen Aussehens, robuste und reißfeste Eigenschaften hat. Außerdem zeichnet er sich ebenso durch seinen elegant-fließenden und weichen Fall aus. Georgette eignet sich ideal zum Nähen von Kleidern, Blusen, Röcken und Schals. Der tolle Stoff wird in vielen Farbvarianten und mit unzähligen Mustern angeboten.

Zarter Seidenstoff, wie Georgette, sollte mit einer Microtexnadel der Stärke 60 oder 70 genäht werden. Achte hierbei besonders auf eine einwandfreie Nadel, da der Stoff sonst beschädigt werden kann. Eine Stichlänge von 1,5-2mm eignet sich gut für den dünnen Stoff.

Georgette ist ein sehr sensibler Stoff, wenn es um die Reinigung geht. Georgette aus Seide wird am besten in die Reinigung gegeben. Am liebsten trocknet der Stoff hängend auf einem Kleiderbügel, ohne vorheriges Schleudern oder Wringen. Gebügelt wird er in der Regel in leicht feuchtem Zustand auf mäßiger Temperatur - bügele ihn hierbei nicht komplett trocken. Zum Schutz eignet sich ein dünnes Tuch zwischen Stoff und Bügeleisen.

Geradstich

Der Geradstich ist der einfachste und am häufigsten verwendete Stich an deiner Nähmaschine. Er dient zum Zusammennähen von Schnittteilen und kommt auch beim Säumen zum Einsatz. An der Maschine kannst du die Stichlänge einstellen und somit an einen Stoff und dein Projekt anpassen. Bei leichten, dünnen Stoffen empfiehlt es sich eine kürzere Stichlänge zu wählen, eine mittlere Länge für normal dicke Stoffe und lange Stiche für dicken, festen Stoff.

Glencheck

Glencheck bezeichnet ein großflächiges, feines Karomuster, das von einem Überkaro in Kontrastfarbe überlagert wird. Dieses Muster - ursprünglich Erkennungszeichen schottischer Clans - kommt häufig bei klassischen Anzügen und Kostümen, aber auch Hemden und Kappen zum Einsatz.

H

Hahnentritt

Als Hahnentritt bezeichnet man ein gewebtes Muster mit zwei stark kontrastierenden Farben, meist schwarz und weiß. Die beiden Farben bilden ein Würfelmuster, wobei die verlängerten Ecken der Karos jeweils in die andere Farbe hineinragen. Dieses Muster sieht dann aus wie der Fußabdruck eines Hahnes.
Im Französischen kategorisiert man das Muster zusätzlich noch nach der Größe. Der pied de coq (Hahnentritt) hat größere Karos als der pied de poule (Hennentritt).

I

Interlock (-Jersey)

Interlock gehört zu Jerseystoffen ist aber weniger dehnbar als Single- und Rippjerseys.

Das liegt an seiner Herstellung, da er nicht mit einem einzigen Faden in Hin- und Rückreihen gestrickt wird, sondern gewirkt wird. Das heißt, das mehrere Maschen mit mehreren Fäden gleichzeitig gebildet werden. Die Fäden laufen zwischen den Maschenreihen teilweise diagonal und verkreuzen sich. Dabei erscheinen sie abwechselnd auf der Vorder- und Rückseite des Stoffes. Wirkware ist daher viel dichter gestrickt, als Strickware mit rechten und linken Maschen. Dadurch wird sie weniger dehnbar, behält aber besonders gut die Form.

J

Jacquard

Gewebe in Jacquardbindung werden auf einem besonderen Webstuhl, welcher mit einem speziellen Jacquardmuster-Mechanismus ausgestattet ist, hergestellt. Das ermöglicht die Herstellung einer Vielzahl von komplexen Mustern und Designs.

Typischerweise enthalten Jacquardgewebe aus eben diesem Grund mehrere Farben und verfügen über raffinierte Designs. Jacquardbindung kann auf jede beliebige Faser angewendet und in unterschiedlicher Qualität und Gewicht hergestellt werden.

Textilien in Jacquardbindung sind allgemein sehr solide und widerstandsfähig in der Grundbindung. Außerdem wirken sie durch ihre raffinierten Muster sehr strahlend.

Jacquard-Stoffe sind in ihrer Beschaffenheit meist etwas schwerer und dicker, ähnlich einem Sweat. In der „Jersey-Variante" fällt der Jacquard recht fließend und eignet sich daher für die unterschiedlichsten Kleidungsstücke, wie z.B. Kleider, Pullover, Cardigans etc.

Es empfiehlt sich eine Universalnadel mit 70/80 er Stärke zu verwenden, bei dickeren Jacquard-Stoffen eine 90er. Bei Jacquard-Jersey empfiehlt sich eine Stretchnadel mit 90er Stärke.

Bei dickeren Qulitäten empfiehlt es sich außerdem die Stichlänge etwas zu erhöhen, damit die Naht sich nicht zusammenrafft.

Jeans

Jersey

Jersey ist ein sehr weicher, oft elastischer Stoff, der häufig aus Viskose- oder Baumwollmischungen besteht. Jerseystoffe sind bi-elastisch, saugfähig, atmungsaktiv und robust. Jersey eignet sich wunderbar für T-Shirts, Röcke, Kleider, Freizeithosen aber auch sehr gut für Kinderbekleidung.

Verwende beim Nähen unbedingt eine Jerseynadel, einen dehnbaren Stich (wie den Zickzack- oder Dreifachstich), oder aber eine Overlockmaschine. Wichtig ist auch, dass du beim Nähen möglichst wenig Zug auf deinen Stoff ausübst und die Nähmaschine führen lässt.

Ein Vorteil von Jersey ist, dass er nicht ausfranst, heißt er muss nicht versäubert werden. Außerdem ist er pflegeleicht -  er kann in der Maschine bei 30°C gewaschen werden. Wenn der Elasthananteil unter 10% liegt, lässt er sich sogar bei 60°C waschen. Manche Jerseystoffe können auch in den Trockner gegeben werden. Beachte hierbei bitte immer die Pflegeempfehlungen zu deinem Stoff. Zudem knittert er kaum - kann aber auch gebügelt werden, wenn nötig.
Es werden verschiedene Arten von Jersey angeboten, wie z.B. Viskosejersey, Romanitjersey, Baumwolljersey, Slubjersey und viele mehr. Wenn du mehr über die Eigenschaften der verschiedenen Jerseyarten erfahren möchtest, schau einfach mal unter dem entsprechendem Buchstaben hier im Lexikon.

K

Körperbindung

Köperbindung ist eine der Grundbindungsarten bei gewebten Stoffen, - neben der Leinwandbindung und Atlas- oder Satinbindung. Ihr Merkmal ist der diagonale Verlauf der Gratlinie. Auf feinen Stoffen sind diese Diagonalen kaum zu sehen, doch auf dickeren Stoffen kann man sie gut erkennen. Auf der linken Stoffseite ist dieser sog. Grat weniger ausgeprägt, daher kann man die linke und rechte Stoffseite leicht unterscheiden.
Die bekanntesten Stoffe in Körperbindung sind Denim, Serge, Twill, Grabardine und Drillich (auch Drell). Auch Hahnentrittmuster, schottische Tartanstoffe und Fischgrätenmuster werden in Körperbindung gewebt.
Körpergewebe sind strapazierfähiger und fester als Stoffe in Lewinwandbindung (siehe unter L wie Leinwandbindung).

Kunstleder

Kunstleder bietet einige hervorragende Eigenschaften und ist mehr als eine Alternative zu echtem Leder. Lederimitat ist preisgünstig und ist optisch teils kaum von echtem Leder zu unterscheiden. Das Material ist unempfindlich gegen Verschmutzungen und lässt sich problemlos reinigen - bei leichten Verschmutzungen kannst Du den Stoff mit warmen Wasser und leichter Seifenlösung einfach abswischen. Auf der Rückseite von Kunstleder befindet sich immer die textile Rückseite, die sich entweder wie ein dünner Stoff oder ein Netzgewebe anfühlt. Darüber hinaus ist Kunstleder-Meterware äußerst langlebig und robust. Ein weiterer Vorteil ist das geringe Gewicht des Materials. Somit lässt es sich sehr angenehm tragen. Die Anwendungsgebiete von Kunstleder sind sehr vielfältig. Du kannst neben Kleidungsstücken auch wunderbar Taschen, Rucksäcke und viele weitere tolle Dinge aus Kunstleder gestalten.

Kunstleder lässt sich sowohl mit einer Stoffschere wie auch mit dem Rollschneider sehr gut zuschneiden. Die Oberfläche von Kunstlederstoffen ist sehr anfällig für Einstiche. Wir empfehlen dir daher auf Stoffklammern zurückzugreifen. Diese halten alles schön fest und hinterlassen keinerlei Spuren auf deinem Lederstück.

Je nach dem, wie dick dein Kunstleder ist, solltest du eine Ledernadel verwenden. Bei weicherem, dünneren Leder reicht auch die Universalnadel (Stärke 90) aus. Als Garn empfehlen wir ein hochwertiges Polyestergarn zu verwenden. Dieses reißt weniger schnell als ein Baumwollgarn und verfärbt nicht. Wähle ruhig eine etwas größere Stichlänge als üblich (3 - 3,5mm), so setzt sich die Naht schön flach und bleibt in Form.
In der Regel muss Kunstleder nicht versäubert werden, es gibt allerdings einige, bei deinen das Trägergewebe zum Ausfransen tendiert; versäubere dann mit einem breiteren Zickzackstich.

Kurzware

Unter Kurzwaren versteht man kleine Gegenstände zum Nähen. Dazu gehören Knöpfe, Garne, Schnallen, Nadeln, Reißverschlüsse etc.

Das Wort Kurzwaren kommt von einer Abwandlung des alten Ausdrucks “kurze Ware” aus dem 18. Jahrhundert. Mit “kurze Ware” ist hier dem heutigen Sprachgebrauch nach, eher “kleine Ware” gemeint. Somit versteht man unter Kurzwaren kleine Gegenstände, welche man zum Nähen, Stopfen und bei der Schneiderei benötigt.

Von “kurze Ware” sprach man bei allem, was nicht in Ellen gemessen werden konnte.
Aus diesem Grund ist es auch heute noch üblich, dass man bei sämtlichem Nähbedarf, der nicht im laufenden Meter gemessen werden kann, von Kurzware spricht.

L

Leinen

Leinen eignet sich ideal für sommerliche Bekleidung, da er sich kühler anfühlt als Baumwolle. Leinenstoff ist in unterschiedlichen Stärken erhältlich, sieht frisch und etwas steif aus und hat manchmal einen feinen Glanz. Ein Nachteil von Leinen ist, dass er leicht knittert. Er ist jedoch sehr robust und kann sehr heiß gewaschen werden. Zum Aufbewahren empfiehlt es sich, den Stoff aufzurollen und nicht zu falten, da sonst Knicke entstehen können, die sich nicht wieder entfernen lassen.

Leinen neigt stark zum Einlaufen (bis zu 20%). Beachte, dass du dementsprechend mehr Stoff kaufst, als du von den Schnittmaßen her benötigst. Der Stoff lässt sich leicht mit der Nähmaschine nähen. Wähle eine Universalnadel der Stärke 70 oder 80, je nach Stoffgewicht), benutze einen Geradstich und idealerweise Polyesternähgarn. Das Material franst leicht aus: Wenn du eine Overlockmaschine besitzt, versäubere die Nahtzugaben vor dem Zusammennähen mit einem dichten 3-Faden-Overlockstich.

Leinwandbindung

Die Leinwandbindung ist die gebräuchlichste Bindungsart. Sie ist am einfachsten herzustellen. Batist, Flanell, Taft, Vichykaro und Perkal sind Stoffe in Leinwandbindung. Die Vorder- und Rückseite eines solchen Stoffes sind oft nicht leicht zu unterscheiden. Wenn es sich um Seide- oder Viskosegewebe handelt, wird die Leinwandbindung "Taftbindung" genannt. Musselin, Organdy und Voile werden ebenfalls in Leinwandbindung gewebt. Sie sind zarte, matte Stoffe aus feinen und vor allem weit auseinanderliegenden Fäden, sodass sie durchscheinend wirken. Crêpestoffe sind ebenfalls Stoffe in Leinwandbindung, die jedoch eine körnige Struktur haben - keine glatte Oberfläche. Sie haben einen besonders weichen, fließenden Fall.

Lurex

Lurex ist ein Garn aus Kunstoff mit metallischem Glitter, das mit Vorliebe in festliche Kleider sowie Pullover mit Glitzer-Effekt eingearbeitet wird.

Der Begriff ist ein eingetragener Markenname und geht zurück auf den britischen Erfinder des Glamour-Fadens, einen gewissen Herrn Lurex.

Ursprünglich wurde nur Aluminium für den Glitzereffekt der Fäden verwendet, später kamen ergänzend Gold und Silber hinzu. Heute wird nicht nur das eigentliche Garn, sondern auch der Stoff mit eingewebten Lurex-Fäden als Lurex bezeichnet. Hergestellt wird Lurex bis heute in London.

Lycra

Lyocell

Lyocell, auch unter dem Namen "Tencel" bekannt, ist eine aus Zellulose hergestellte Faser. Stoffe aus dieser Faser haben den Tragekomfort von Baumwolle, sind jedoch atmungsaktiver. Die Vorteile von Textilien aus Lyocell sind, dass sie in trockenem wie in feuchtem Zustand sehr strapazierfähig und  enorm saugfähig (mehr als Baumwolle oder Seide) sind. Außerdem sind sie angenehm weich und geschmeidig.

Da sich die Faser besonders gut und dauerhaft färben lässt, sind leuchtende Farben möglich, die auch nach lander Zeit nicht verblassen. Dadurch ist Lyocell ideal für schwarze Bekleidung geeignet, da diese auch nach häufigem Tragen und vielen Wäschen nicht grau wird. Da Lyocell außerdem knitterarm ist, eignet sich Kleidung aus diesem Material perfekt für die Reise.

Lyocellstoff bitte vor dem Verarbeiten waschen, da er etwas einlaufen kann. Er lässt sich ganz einfach mit der Nähmaschine nähen. Verwende dazu eine Microtexnadel der Stärke 70, ein Baumwollgarn und den Geradstich (Stichlänge 2 - 2,5mm)

M

Markieren

Um Schnittmarkierungen, wie Knipse,  Abnäher oder Taschenpositionen auf Stoff zu übertragen gibt es viele Möglichkeiten.

Schneiderkreide:
Schneiderkreide ist in verschiedenen Farben erhältlich. Dabei sind helle Farben (wie weiß und gelb) gut für dunkle Stoffe geeignet, rot und blau hingegen können auch auf hellen Stoffen verwendet werden. Um Schneiderkreide wieder zu entfernen, bürstest Du sie einfach aus. Bitte unbedingt auf einem Reststück des Stoffes testen.

Kreiderad:
Das Kreiderad ist ein mit Kreidepulver befüllter "Stift", an dessen unterem Ende ein kleines Zahnrädchen eingearbeitet ist. Rollst Du mit diesem Rädchen über den Stoff, so hinterlässt es eine feine Spur aus Kreidepulver.

Markierstifte:
Markierstifte sind einem Fineliner sehr ähnlich, so lassen sich mit ihnen auch die feinsten Linien auf Stoff übertragen. Vor allem für feine und dehnbare Stoffe sind sie gut geeignet, da sich der Stoff durch die feine Spitze nicht so leicht verziehen kann. Auch hier sind Farben für helle sowie dunkle Stoffe verfügbar. Nicht alle Markierstifte lassen sich auf die gleiche Weise vom Stoff entfernen. Deshalb informiere Dich vorher unbedingt über die Herstellerangaben.

Kopierrad:
Das Kopierrad wird ähnlich wie das Kreiderad verwendet. An einem Griff ist ein Rädchen mit Zacken angebracht. Um Markierungen damit zu übertragen, benötigt ihr außerdem Schneider Kopierpapier, was die Anwendung etwas aufwändiger macht. Eine Seite des Kopierpapieres ist mit Kreide beschichtet. Diese legst Du auf den Stoff. Darauf platzierst Du dann das Schnittmuster, welches Du anschließend mit dem Kopierrad „abfährst“. Überall dort, wo Du mit den Spitzen Druck auf das Kopierpapier ausübst, ist anschließend eine feine Kreidelinie zu sehen.

Materialpakete

Melange

Das Wort „Melange“ stammt aus dem Französischen und heißt soviel wie „Mischung“. Im Deutschen wird damit meist ein optischer Mischeffekt aus zwei oder mehreren Farben beschrieben.

Melangegarn wird aus verschiedenfarbigen Fasern gesponnen. Dadurch erhält es eine mehrfarbige Optik und führt bei der weiteren Verwendung zu schönen Effekten.

Melangeoptik ist bei Basics wie Tops, Shirts ect. sehr beliebt: Sie lockert den unifarbenen Look auf, ohne wirklich mehrfarbig zu wirken. Besonders lässiger Farbton: Grau-Melange. Die melierte Optik lässt jeden Grauton gleich viel stylisher und interessanter aussehen.

Messen

Wo wird was gemessen?

  • Brustumfang: Die stärkste Stelle der Brust messen.
  • Taillenumfang: Die schmalste Stelle des Rumpfes über dem Hüftknochen messen.
  • Schulterbreite: Vom Halsansatz bis zum Schulterknochen messen.
  • Rückenlänge: Vom Halsansatz bis Taille messen.
  • Armlänge: Vom Schulterknochen über den leicht nach außen gebeugten Ellenbogen bis knapp über dem Handgelenk messen.
  • Oberarmweite:  Stärkste Stelle des Oberarmes messen.
  • Hüftumfang: Stärkste Stelle der Hüfte und des Gesäßes messen.
  • Schrittlänge: Vom Schritt bis zum Knöchel auf der Innenseite des Beines messen.
  • Seitenlänge: Von der Taille bis zum Knöchel über die Außenseite des Beines messen.

Am besten wird in eng sitzender Kleidung und in entspannter Haltung mit gerade gehaltenem Kopf abgemessen. Es ist einfacher, wenn eine zweite Person diesen Schritt übernimmt. Das Maßband sollte immer gerade um die entsprechenden Stellen anliegen und den Körper nicht einschnüren.

Modal

Modal ist eine moderne Faser, bekannt als "die bessere Viskose": Modalfasern werden -wie Viskose- zu 100% aus Zellulose gewonnen, also aus Pflanzenfasern, und gehören somit zu den zellulosischen Chemiefasern. Der Unterschied zu Viskose liegt im Spinnverfahren. So sind Modalstoffe im Vergleich zur Viskose, Baumwolle oder anderen Stoffen, glatter, saugfähiger, hitzebeständiger und haben eine höhere Festigkeit.

Das Holz, aus dem Modal gewonnen wird, ist in der Regel Buchenholz aus dem mitteleuropäischen Raum. Modal ist besonders strapazierfähig, sehr gut waschbar und somit pflegeleicht – häufige Wäschen können dem Stoff nichts anhaben, er bleibt weich und angenehm. Er lässt sich ebenfalls gut einfärben.

Musselin

Musselin ist ein Trendstoff, der i.d.R. zu 100% aus Baumwolle besteht. Er hat eine schöne Crinkle-Struktur, in die er nach dem Waschen immer wieder zurückfindet. Musselin sollte vor der Verarbeitung nicht gebügelt werden und wird mit einer Universalnadel Stärke 80 – 90 oder mit der Overlock verarbeitet. Rollsäume oder einfach versäuberte Kanten eignen sich perfekt für Musselin-Projekte, weil hier die Säume nicht klassisch umgebügelt werden müssen. Wasche Musselin am besten bei 30Grad im Schonwaschgang.

Durch die beiden locker miteinander verwobenen Schichten kann Luft leicht durch den weichen Stoff fließen und für Kühlung sorgen. Gleichzeitig sind die Luftpolster auch eine wirksame Waffe gegen Zugluft und Kälte. Daher macht Musselin auch als Halstuch Furore.

Musselin aus Baumwolle ist durch die beiden Lage sehr saugstark und gleichzeitig anschmiegsam. Das macht es zu einem perfekten Stoff für Sommerkleider und Tops!

N

Nadelstreifen

Nadelstreifen sind die feinen, hellen Streifen auf einem meist dunkelgrundigen Stoff. Nadelstreifen werden nur von ein bis zwei Kettfäden gebildet und sehen deshalb wie mit der Nadel gestichelt aus.

Dieses Muster reicht bis in das 19. Jahrhundert zurück, wo die Angestellten von Londoner Banken Nadelstreifenhosen als Arbeitskleidung trugen. Schließlich wanderte der Look dann über das Wasser bis zu den USA und wurde dort zu einem Stoffmuster, das sowohl für Hosen als auch für Anzüge und Westen verwendet wurde. Im Laufe der Jahre wurde der Nadelstreifen auf unzählige Arten neu interpretiert und auch für viele andere Kleidungsstücke als Anzüge verwendet.

Obwohl Nadelstreifen immer den gleichen Abstand haben, kann der Abstand zwischen den Streifen variieren. Eng zusammenliegende Nadelstreifen wirken zurückhaltender als die, die weiter auseinanderliegen. Da kommt es wirklich nur auf die persönliche Vorliebe an.

Nadeltypen

Kleine Nadelkunde - Welcher Nadeltyp für welchen Stoff?

Universalnadel: Die Universalnadel ist die Standart-Nadel unter den Nadeltypen. Sie wird in erster Linie für feste, nicht dehnbare Stoffe (wie beispielsweise Baumwolle) verwendet. Sie hat eine leicht abgerundete Spitze.

Jerseynadel: Wie der Name schon verrät, eignet sich die Jerseynadel hervorragend für Jersey. Die Nadel hat eine stark abgerundete Spitze, die die Fasern des Stoffes beim Einstechen verdrängt und nicht durchsticht. So wird der Stoff nicht beschädigt.

Stretch/Super-Stretchnadel: Die Stretchnadel hat eine halbrunde Kugelspitze und eignet sich besonders für elastische Stoffe, wie z.B. Lycra, Fleece, Viskosejersey etc.

Jeansnadel: Die Jeansnadel wird natürlich zum Vernähen von Jeans verwendet. Die Nadel ist besonders Spitz und hat einen verstärkten Schaft, so schafft sie es auch durch dicke Jeansstoffe.

Ledernadel: Die Ledernadel wird für das Vernähen von Leder benutzt. Sie besitzt eine spezielle, geschliffene Dreikantschneidspitze, mit der sie feine Löcher in das Leder sticht.

Microtex-Nadel: Die Microtexnadel ist eine Spezialnadel und wird zum Vernähen folgender Stoffe gerne benutzt: Seide, Mikrofasergewebe (z.B. Softshell), beschichtete Stoffe (z.B. Wachstuch, Kunstleder etc.). Sie besitzt eine besonders spitze, schlanke Spitze zum leichten Eindringen in sehr feine oder dicht gewebte Materialien.

Nähpakete

Wir haben praktische Näh-Pakete zu verschiedenen Näh-Projekten zusammengestellt, damit Du dir das (oft nicht ganz leichte) "Zusammensuchen" der benötigten Materialien für dein Näh-Projekt sparen kannst.  Dies haben wir bereits für dich übernommen, und die Materialien farblich aufeinander abgestimmt. So erhälst Du mit dem Kauf eines Näh-Pakets immer gleich alle Komponenten, die Du für dein entspr. Projekt brauchst, in der passenden Menge mit nur einem Klick!

Du solltest jedoch beachten, dass die Schnittmuster NICHT in den Näh-Paketen enthalten sind. Du könntest das Schnittmuster zum gewünschten Paket ja bereits besitzen - oder Du möchtest vielleicht einen ganz anderen Schnitt benutzen. Dies ist natürlich auch möglich! Du solltest lediglich die Mengenangaben des Schnittes beachten und kontrollieren, ob die Stoffmengen aus dem Näh-Paket für dein Projekt ausreichen. Solltest Du das Schnittmuster zu einem Näh-Paket dennoch benötigen, kannst Du es selbstverständlich separat im Shop kaufen.

Alle unsere Näh-Pakete erhältst Du in einem wiederverwendbaren pepelinchen-Stoffbeutel. Diesen kannst Du ganz umweltschonend immer wieder nutzen, um Deine Nähprojekte zu transportieren, zum Einkaufen oder aber zum weiter verschenken! Bestellst Du mehrere Näh-Pakete, bekommst Du selbstverständlich jedes in einem separaten Stoffbeutel!

Nahtzugabe

Nähzubehör

Was braucht man, neben dem Wichtigsten -der Nähmaschine- an Zubehör wirklich?

Es gibt unzähliges Nähzubehör auf dem Markt. Es gibt darunter einige Dinge, die man nicht unbedingt braucht. Doch folgende sind beim Nähen einfach unverzichtbar.

Schere:
Eine gute Stoffschere ist das A und O beim Nähen. Du kannst mit einer günstigen anfangen und dir vielleicht später eine hochwertigere kaufen. Wir empfehlen aber, von Anfang an eine gute Schere zu benutzen - das macht viel mehr Spaß und bringt wesentlich bessere Nähergebnisse.

Stecknadeln:
Kauf dir am besten direkt am Anfang deiner Nähkarriere hochwertige Stecknadeln. Billigfabrikate sind oft sehr dick, rutschen nicht gut und schaden mehr als sie nützen, weil sie Löcher im Stoff hinterlassen.

Nadelkissen:
Ob aus Stoff oder aber ein magnetisches Nadelkissen. Ein Nadelkissen gehört zur Grundausstattung einfach dazu.

Wonderclips/Stoffclips:
Es empfiehlt sich, auch ein paar Stoff-Clips anzuschaffen. Die brauchst du zum Beispiel dann, wenn Stecknadeln in dem zu vernähenden Stoff Löcher hinterlassen würden. Auch zum Fixieren von Schrägband, zum Markieren einer Nahtzugabe sind diese kleinen Helfer ideal. (Hier muss man nicht unbedingt die teuersten Exemplare kaufen).

Nahttrenner:
Diesen kleinen Näh-Helfer wirst du immer wieder brauchen. Denn Trennen gehört nunmal zum Nähen dazu.

Bügelbrett/Bügeleisen:
Wenn du gerne nähst, ist es ratsam ein Bügeleisen und ein Bügelbrett in Reichweite zu haben. Das muss wirklich nichts teures oder ausgefallenens sein. Ein gescheites beschichtetes Bügeleisen ist völlig in Ordnung.

Neopren

Neopren ist ein Schaumstoffähnliches Material, welches aus synthetischem Kautschuk besteht. Bekannt ist er vor allem aus dem Bereich des Wassersports, was daran liegt, dass er eine Wasserisolierende Wirkung hat. Das bedeutet, er verhindert, dass die Körpertemperatur abnimmt. In den letzten Jahren eroberte der multifunktionsfähige Stoff aber auch immer stärker die Modeindustrie. Neopren eignet sich zum Beispiel gut für einen Blouson, einen geradlinigen Rock oder auch einen allwettertauglichen Mantel. Aber auch Taschen und andere Accessoires lassen sich gut herstellen.

Ein Vorteil dieses Stoffes ist, dass er beim Zuschneiden nicht ausfranzt, weshalb er offenkantig verarbeitet werden kann. Zum Vernähen im Zickzackstich eignen sich 80er Standartnadeln, sowie Polyester- oder Nylonnähgarn.

Da Neopren allerdings nicht hitzebeständig ist, sollte man den Stoff keinen hohen Temperaturen aussetzen, wie zum Beispiel beim Bügeln.

Nicki

Der flauschige Nicki-Stoff sollte wohl jedem bekannt sein. Er hat eine weiche Oberseite und ist eine gestrickte Version von Samt. Auf der rechten Seite ist der Stoff weich, flauschig und glänzend, wobei die linke Stoffseite glatt und rechts gestrickt ist. Nicki ist in Querrichtung dehnbar und lässt sich gut zu Kleidern, Kapuzenjacken aber auch zu Jogginghosen verarbeiten.

Zum Vernähen dieses Stoffes eignen sich ein Stretchstich oder ein schmaler Zickzackstich, sowie eine Jerseynadel mit einer 80er, mittleren Stärke.

Nylon

Nylon ist ein synthetisches Material aus Polymer (Handelsname für Polyamide). Es war die erste vollsynthetische Kunstfaser und die erste synthetische Faser, welche ausschließlich aus anorganischen Stoffen wie Kohlenstoff, Wasser und Luft hergestellt wurde.

Seit dem Jahr 1938 findet man Nylonprodukte im Handel. Damals als Nylonstrümpfe, welche ein Konkurrenzprodukt zur Seide wurden.

Elastizität und Haltbarkeit sind nur zwei der vielen Vorteile von Nylonstoff. Weitere Eigenschaften sind die Stabilität und Dehnbarkeit der Fasern. Nylon erweist sich als sehr reißfest. Daher findet es u.a. in der Herstellung von Heißluftballons, Fallschirmen, Autoreifen oder Seilen Anwendung.

Sehr vielseitig wird Nylon für Kleidung wie Blusen, Oberhemden, Sportbekleidung etc. eingesetzt, da es als atmungsaktives Textil verarbeitet werden kann. Dadurch wird verhindert, dass sich der Schweiß am Körper staut und die Luft nicht richtig zirkulieren kann. Auch für Kissen und Decken eignet sich die Faser.

O

Oilskin

Oilskin oder auch "Waxed Canvas" ist gewachste Baumwolle. Das Besondere an Oilskin ist, dass er durch die Beschichtung aus natürlichen Wachsen wind- und wasserabweisend ist. Er eignet sich u.a. hervorragend für Jacken, Blousons, Taschen oder Rucksäcke. Eine weitere Besonderheit des Stoffes ist, dass er mit der Zeit (während des Nähens und anschließend durch das Tragen) typische Used-Look-Spuren, wie Knicke und Falten in der Oberfläche erhält.
Trotz seiner Beschichtung ist Oilskin weich und natürlich im Griff und fühlt sich beim Tragen weich, kühl und angenehm an.
Der Stoff eignet unter anderem super für Nähanfänger, da er sich nicht einrollt, nicht ausfranst und sich super verarbeiten lässt.
Oilskin gibt es in verschiedenen Stärken. In der Regel kannst du Oilskin mit einer Universalnadel (Stärke 80, Stichlänge 3,5) nähen. "Heavy Oilskin" ist ein etwas festerer, schwererer Oilskin, der gerne für Taschen und Rucksäcke verwendet wird. Für diesen Stoff solltest du eine dickere Universal- oder Jeans-Nadel (Stärke 90-100, Stichlänge 2,5-3) verwenden.
Der Fadenlauf verläuft bei Oilskin parallel zur Webkante. Die linke und rechte Stoffseite sehen identisch aus.

Overlock

Die meistgenutzte Maschine neben der "normalen" Nähmaschine ist derzeit wohl die Overlock.

Das Wort Overlock setzt sich aus den englischen Begriffen “over” = “über” und “to lock” = “abschließen” zusammen. Das bedeutet, dass die Fäden “über” die Kante gelegt werden und sie so “abschließen”, sodass sie nicht mehr ausfransen. Das war der ursprüngliche Zweck der Overlockmaschine.

Eine Overlockmaschine näht zusammen, schneidet den Überstand ab und versäubert -in nur einem Arbeitsgang! Somit kann schneller genäht werden. Es werden weniger Durchgänge benötigt und zusätzlich sind die meisten Overlockmaschinen schneller als Nähmaschinen.

Die Standardnaht der Overlock besteht aus vier Fäden. Zwei laufen durch Nadeln, die anderen zwei durch Greifer. Durch die Verschlingung der vier Fäden entsteht eine hohe Dehnbarkeit der Overlocknaht. Ausgestattet mit Differentialtransport und anpassbarem Nähfußdruck kann eine Overlock dehnbare Maschenware sauber und sicher verarbeiten.

Der Überstand der Stoffkante wird praktischerweise von den Messern während des Nähens passend geschnitten. Die Messer nutzen sich mit der Zeit ab, je nach verwendeter Stoffart. Stecknadeln sollten beim Nähen mit der Overlock zum Schutz der Messer gar nicht verwendet werden oder links von der Naht längs gesteckt werden. Sicherer sind in diesem Fall Stoffklammern.

Mit einer Overlock kann nicht innerhalb des Stoffs genäht werden. Das Nähen ist nur direkt am Rand möglich. Zudem kann eine Overlock nicht rückwärts nähen. Aus diesen Gründen kann man selbst mit der besten Overlock nicht vollständig auf die Nähmaschine verzichten.

P

Paillettenstoff

Einen echten Hingucker bildet der Paillettenstoff. Die bunt glitzernden Pailletten lassen sich zum Beispiel gut zu einem Kleid, einem Rock oder auch zu Accessoires wie zum Beispiel einer Tasche oder einem Kissen verarbeiten. Diesen Stoff gibt es in zwei Ausführungen. Zum einen mit einer Webstoffunterlage, zum Beispiel aus Chiffon. Zum anderen mit einer blickdichten Jerseygrundlage, wodurch der Paillettenstoff etwas dehnbarer wird.

Beim Zuschneiden sollte darauf geachtet werden, dass dieser Stoff einlagig von der linken Seite aufgeschnitten wird. Außerdem sollte man nur durch den Grundstoff und nicht durch die einzelnen Pailletten schneiden.

Beim Vernähen sollten die Pailletten im Bereich der Nahtzugabe abgetrennt werden. Beim Zusammennähen einzelner Stücke wird am besten ein schmaler Reißverschlussfuß genutzt.

Paillettenstoffe dürfen in den meisten Fällen nicht gbügelt werden.

Paisley

Pepita

Pepita ist eine klassische Webmusterung, die durch Weben mit unterschiedlich farbigen Garnen und  Wiederholen eines bestimmten Rapports entsteht. Pepita wird in Leinwand- oder Köperbindung gewebt. Es handelt sich um kleine, meist schwarz-weiße Karos, die durch rechtwinklig oder schräg verlaufende Streifen miteinander verbunden sind. Die Musterung wirkt kleinkariert (Karogröße bis 1cm) mit Vertikal- und Horizontalbetonung.

Pilling

Plissee

Unter Plissee werden schmale, regelmäßige Falten bezeichnet, die mit Hilfe von Dampf und zum Teil auch durch chemische Fixiermittel in den Stoff gepresst werden. Plissee-Stoffe werden gerne für Damenkleider, Röcke und Blusen verwendet.  Dabei können ganz unterschiedliche Stoffarten zu Plissee verarbeiten werden, wie Baumwolle, Seide oder Polyester.

Polyamid

Polyester

Die widerstandsfähige Polyesterfaser sollte vermutlich jedem bekannt sein. Die reißfeste Synthesefaser ist auch unter den Bezeichnungen Diolen oder Dacron auf dem Markt und wird häufig als Zusatz zu Baumwollstoffen verwendet. Diese Faser ist besonders pflegeleicht, strapazierfähig und trocknet schnell. Verwendet wird Polyester unter anderem in wasserdichten Funktionsstoffen, Sportbekleidung, oder auch Blusen und Hosen.

Popeline

R

Rapport

Rayon

Rippenjersey

Romanit

S

Satin

Der stark glänzende und glatt fallende Satin wird viel zu Abend- und Brautkleidern, aber auch zu Faschingskostümen verarbeitet. Der Name lässt sich auf den französischen Begriff "satiné" zurückführen, was "seidig glänzend" bedeutet und somit diesem Stoff in allen Fällen gerecht wird. Der typische und auffällige Glanz des Satins entsteht durch die spezielle Webart, - der Atlasbindung.

Aufgrund seiner rutschigen Oberfläche sollte dieser Stoff sehr sorgfältig vernäht werden, wobei sich eine feine Nadel mit einer feinen bis mittleren Stichlänge (2-2,5mm) gut eignen.

Saum

Schneiden

Schrägband

Scuba

Seide

Die glänzende Seide gilt als die feinste Naturfaser, ist aber dennoch besonders elastisch und somit reiß- und scheuerfest. Hergestellt wird sie aus den gesponnenen Fäden des Seidenspinners, welcher auch Maulbeerspinner gennant wird (Chinesische Herkunft). Die  Fäden werden dann zu einer feinen Seide verarbeitet.
Typische Seidenstoffe sind zum Beispiel Chiffon, Bourette oder Dupion.

Single-Jersey (Trikot)

Softshell

Der Softshell-Stoff ist durch seine wasser- und windabweisende Oberfläche ähnlich zum Neopren. Es gibt diesen Stoff in verschiedenen Stärken, wobei die Innenseite immer aus einem weichen Fleece besteht. Vernähen lässt sich dieser Stoff gut mit einer Microtexnadel. Ein Vorteil von Softshell ist, dass er beim Schneiden nicht ausfranst, weshalb er auch offenkantig gut verarbeitet werden kann.

Sommersweat (French Terry)

Spitze

Stecken

Stichlänge

Strick

Suede

Super Stretch Nadel

Sweat

Sweatshirtstoff ist eine weich angeraute Maschenware, bequem und leicht dehnbar. Er ist dicker als Jersey und weniger elastisch.

T

Tencel

Tüll

Tüll ist vor allem bekannt von Brautkleidern und Faschingskostümen. Es ist ein fein gitterartiger Stoff mit sechseckigen Öffnungen. Dieser Stoff ähnelt dem Prinzip des Spitzenklöppelns und wird heutzutage meist nur noch aus Chemiefasern hergestellt.

Da dieser Stoff recht rutschig ist, sollte er sehr vorsichtig auf einer rutschfesten Unterlage zugeschnitten werden und beim Nähen zusätzlich mit Stecknadeln o.Ä. fixiert werden. Zum Vernähen eignen sich eine 80er Standartnadel, sowie eine mittlere Stichlänge (2,5mm).

Twill Bindung

V

Vichykaro

Viskose-Twill

Viskose-Twill besteht i.d.R. zu 100% aus Viskose. Er ist durch seine Körperbindung robust und langlebig und fällt wunderbar geschmeidig. Auf der Haut fühlt sich der Stoff angenehm kühl an. Twill zeichnet sich durch den schräg verlaufenden Grat aus.

Der luftige, leichte Stoff eignet sich u.a. hervorragend für Blusen, Tuniken, Kleider, luftige Hosen, Röcke oder auch schicke Schals.

Wasche Viskose-Twill unbedingt vor der Verarbeitung (vorzugsweise bei 30°C), denn Viskose neigt dazu, etwas einzulaufen. Am besten versäuberst Du die Schnittkanten vorher, damit nichts ausfranst. Zum Nähen verwendest Du am besten Microtex-Nähnadeln in einer Stärke, die zu deinem Stoff passt. Verwende bei feinem Stoff eine Stärke von 60 und achte darauf, dass die Spitze noch intakt ist. Wenn du mit den Fingern über die Nadel fährst, sollte sie sich glatt anfühlen. Bei einem zu spürenden Widerhaken ist die Nadel kaputt und muss ausgetauscht werden. Mit kurzer Stichlänge und lockerer Fadenspannung gelingt deine Naht besser. Auch ein Obertransportfuß kann bei feinen Stoffen sehr hilfreich sein. Teste deine Naht vorher an dem Material, das du für dein Projekt verwenden möchtest. So kannst du deine Einstellungen am besten optimieren.

Viskosejersey

Vlieseline

Vorwaschen

Der erste wichtige Schritt, bevor es mit dem Zuschneiden und Nähen losgehen kann, ist das Vorwaschen. Alle Stoffe - die auch in Zukunft nochmal gewaschen werden sollen - sollten vor dem Verarbeiten gewaschen werden, um ein späteres Einlaufen zu verhindern. Das ist vor allem bei Kleidern wichtig. Eine einfache Regel hilft: Benhandle ein Stück Stoff ebenso wie später das fertige Modell. Wird aus dem Stoff beispielsweise ein Pyjama, der bei 40°C gewaschen und an der Wäschleine getrocknet wird, so behandle den Stoff genau so vor. Waffelpikee für Küchenhandtücher, die bei 90°C gewaschen und im Trockner getrocknet werden sollen, wäscht und trocknest du ebenso vor.

W

Walk

Webband

Webware

Webware bedeutet in erster Linie, dass der Stoff gewebt wird.

Typische Webware-Stoffe sind unter anderem:

Baumwollwebware: Besteht (zumindest zum Teil) aus Baumwollfasern. Dabei ist entscheidend, wie dick oder dünn die verwendeten Fäden gesponnen sind. Popeline zum Beispiel ist recht steif und fest im Griff und eignet sich eher für Hosen und Jacken, während dünnere Baumwollwebware sich gut für Blusen oder leichte Kleider eignet. Auch für Deko oder Taschenprojekte eignet sich Baumwollwebware hervorragend.

Viskose-Webware: Wird aus pflanzlicher Cellulose hergestellt und hat die Trageeigenschaften von Baumwolle. Der leichte Stoff eignet sich super zum Nähen von leichten, fließenden Blusen oder Kleidern.

Leinen: Besteht aus Fasern der Flachspflanze. Leinen wird gerne zum Nähen im Dekobereich verwendet. Doch der kühle Stoff eignet sich auch sehr gut für leichte und robuste Kleidungsstücke, wie z.B. Hosen oder Blazer. Leinen franst gerne und ist sehr knitteranfällig.

Jeans/Denim: Jeans ist meist robust und eignet sich natürlich für Hosen, aber auch für Jacken oder Taschen und Rucksäcke. Ist Elasthan beigesetzt, eignet er sich auch für Jeggings. Dünnere Jeansstoffe eignen sich sehr gut für Jeanskleider oder Hemden.

Canvas: Canvas ist ein sehr robuster Stoff, der sich sehr gut für Taschen und Rucksäcke, aber auch für den Dekobereich eignet. Auch strapazierfähige Sitzsäcke lassen sich hervorragend daraus nähen.

Cord: Cord besitzt die typische Rippenstruktur. Normaler Cord hat meist recht breite Rippen, Babycord ist ganz fein gerippt.

Chiffon: Chiffon ist ein fein gewebter Stoff, der sich zwischen den Fingern ein bisschen wie Sand anfühlt. Oft ist der Stoff leicht durchscheinend bis durchsichtig. Der elegante, leichte Stoff eignet sich super für schön fallende Kleider oder Blusen.

Chambray: Chambray ist ein weicher Stoff mit besonders edler Optik. Es gibt ihn meist in kariert oder getreift und eignet sich bestens für Hemden oder Tuniken.

Tüll: Tüll ist ein feines, netzartiges Gewebe. Es gibt ihn in weich, aber auch in hart mit viel Stand. Tüll ist wunderbar geeignet für Tüllröcke, aber auch für Highlights an Blusen (beispielsweise Ärmel aus Tüll).

Frottee: Ist ein vulominöses Gewebe mit Schlingen an der Oberseite, das viel Feuchtigkeit aufnehmen kann. Daher werden aus Frottee gerne Handtücher, Bademäntel oder Babylätzchen genäht.

Flanell: Flanell wird bei der Herstellung aufgerauht, welhalb er seine typische wärmende Eigenschaft erhält. Es ist der Stoff, aus dem die typischen karierten "Holzfällerhemden" sind. Aber auch Nachtwäsche oder Bettwäsche findet man aus Flanell.

Z

Zickzackstich

Der Zickzackstich ist ein wahrer Allrounder. Er ist ein elastischer Stich. Je schmaler der Zickzackstich eingestellt ist, desto weniger dehnbar ist die Naht später. Mit dem Zickzackstich lassen sich Schnittkanten versäubern, er eignet sich für Ziernähte oder auch um Riegel zu setzen. Wichtig - Nahtbeginn und Nahtende müssen verriegelt werden.

Du kannst Stichbreite und Stichlänge manuell an deiner Nähmaschine einstellen. Die Stichbreite reguliert die waagerechte Ausdehnung des Stiches, die Stichlänge bestimmt den Abstand zwischen den beiden Stichen.

Generell gilt: Bei stark fransenden Stoffen empfehlen sich breite Stiche mit kleinem Stichabstand, leicht fransende Stoffe benötigen eher schmale Stiche mit etwas größerem Stichabstand. Sehr feine Stoffe benötigen schmale Stiche mit noch größerem Stichabstand.

Zum Versäubern von Schnittkanten wird der Stoff in der Mitte des Nähfußes geführt. Die Nadel sollte einmal im Stoff und einmal knapp neben der Stoffkante einstechen.

Zwillingsnadel

Durch Verwendung der Zwillingsnadel entsteht eine doppelt gesteppte Naht, die aus zwei Oberfäden und nur einem Unterfaden gebildet wird. Der Unterfaden verläuft dabei im Zickzack. Dadurch bleibt die Naht elastisch.

Zwei Nadeln gedeutet, Du brauchst auch zwei Garnrollen. Die meisten Nähmaschinen besitzen einen zweiten Garnrollenstift, der jetzt zum Einsatz kommt. Beide Garnrollen werden auf die Stifte gesetzt. Jetzt kannst du beide Nadeln nacheinander einfädeln - dabei verfolgst du für beide Fäden den selben Einfädelweg.

Zwillingsnadeln sind sowohl für normale als auch für stretchige Stoffe erhältlich.